Schnupperkreuzfahrt AIDA 2016

Nachdem Freunde von mir ständig von den Kreuzfahrten mit der AIDA schwärmten und eine weitere Freundin das gerne mal ausprobieren wollte, entschied ich mich im Mai 2016 mit der AIDAaura die Schnupperkreuzfahrt von Kiel nach Kopenhagen zu machen.

Wir buchten uns die Tour in einer Innenkabine und da wir Premium hatten, konnten wir uns unsere Kabine auch aussuchen. Da wir natürlich keinerlei Ahnung hatten, was da so das Beste wäre, holten wir uns zunächst Infos im Kabinenforum von AIDA. Dadurch war klar, welche Kabinen wir auf jeden Fall meiden sollten, da nah an den Turbinen/Maschinen o.ä. – wir entschieden uns dann für eine Kabine auf dem 4. Deck. Ich liebe es ja mit dem Schiff unterwegs zu sein, aber solche Größen kannte ich bisher nur als Fähren (z.B. nach Schweden oder Dänemark). Am 29.05 stand dann Boarding auf dem Programm. Zunächst ging es aber mit dem Auto Richtung Kiel und Gott sei Dank hatten wir genug Zeit für die Anfahrt mit eingerechnet, der ein oder andere Stau hielt uns immer wieder ein bisschen auf. Zuvor hatte ich einen Platz in einem Parkhaus 10 Gehminuten entfernt gebucht, sodass wir vor Ort sicher parken konnten. Auf also zum Hafen und schon bald erblickten wir die Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Neben der AIDA lag noch ein Schiff von „MeinSchiff“ TUI, allerdings etwas größer als die AIDAaura. Dann hieß es also erstmal anstellen in der lange Schlange und man hatte fast das Gefühl am Flughafen zu sein, auch wegen der Taschenkontrolle und Durchleuchtung, bevor es schließlich aufs Schiff ging.
Auf der AIDA angekommen war zu sehen, dass dies eines der ältesten Schiffe der Flotte ist. Die Einrichtung ist schon etwas altbacken und abgewohnt. Die Kabine war schnell gefunden und auf dem Bett lag für uns ein kleines Tütchen mit Schlüsselbändern, Pralinen und Begrüßungsvouchern bereit. Auf ging es zum ersten Rundgang auf dem Schiff, um sich mal zu orientieren, wo denn was ist. Da die AIDAaura nicht allzu groß ist, hat die Erst-Orientierung gut geklappt und ab ging es ans Oberdeck – da sollte abends dann auch die Party statt finden – wir waren gespannt, was uns da wohl geboten wird.
Die Ausschiffung stand an und die AIDAaura verabschiedete sich mit lautem Horn vom Hafen. Die Ausfahrt fand in tollem Sonnenlicht statt, sodass ich meine Kamera natürlich gleich einsetzen konnte. Hier ein paar Impressionen:

Im Theater des Schiffes gab es dann die offizielle Begrüßung der Gäste und eine kurze Vorstellung des Programms der nächsten Tage. Abends konnte wir uns dann eines der Restaurants zum Abendessen aussuchen. Die Tische waren schon gut gefüllt, sodass wir uns leider in einer Ecke einen Platz suchen mussten, an dem die Kellner wuselten – am nächsten Tag hatten wir ja auch noch die Chance. Hier wurde dann auch klar, wieso sich die meisten Gäste das Bier und den Wein lange schmecken ließen, denn für weitere Getränke außerhalb der Restaurants muss man natürlich extra zahlen, oder hat ein Getränkepaket, welches wir uns nicht für die kurze Reise gegönnt hatten. Besonders empfehlen kann ich die Ocean-Bar am Heck des Schiffes – hier hat man auf jeden Fall seine Ruhe und kann bei einem Wein oder Cocktail den Sonnenuntergang genießen. So taten wir es auch und freuten uns schon auf den nächsten Tag und die Tour durch Kopenhagen. Richtung Dämmerung lud das Oberdeck zur Party ein, zwar war es recht windig und kühl, aber wir hatten die richtigen Klamotten dabei. Ein älterer Herr nutze die Gunst der Stunde und bot uns Lichtkunst dar, anscheinend sein Hobby. Zu späterer Stunde kam dann das „Schnapsi-Taxi“ vorbei – allerdings hätte man auch hier für jeden Schnaps wieder etwas zahlen müssen. Sah spektakulär aus, doch auch dafür wollten wir nicht noch weitere Euros springen lassen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Am nächsten Morgen erreichten wir früh Kopenhagen. Die ersten Eindrücke holten wir uns an Deck bei der Einfahrt. Danach ging es zum Frühstück – hier gab es einiges an Auswahl, aber ich muss sagen, ich hätte eine bessere Qualität erwartet und es fehlten dann für mich doch ein paar Sachen (Streichwurst o.ä.).

Die Sonne lachten breit vom Himmel und endlich ging es an Land. Wir hatten uns zuvor überlegt, wie wir wohl in der „kurzen“ Zeit das Meiste der Stadt sehen könnten und entschieden uns für die Mietfahrrad-Variante der Stadt. https://bycyklen.dk/en/
Hierbei meldet man sich zunächst über das Display am Fahrrad an, hinterlegt keine Kreditkarte und kann dann sofort losradeln. Gute Sache an sich, aber die Fahrräder waren doch etwas schwer zu fahren. Damit konnten wir dann aber schnell zum Tivoli radeln und einmal quer durch die City fahren. Pünktlich zum Wachwechsel waren wir dann am Schloss und in der Mittagssonne schickten wir noch einen Gruß zum Königssohn, denn laut Fahne war dieser zu Hause. Zu Wasser schauten wir uns die Stadt auch noch an und stellten fest – ja, es ist irgendwie wie Amsterdam – auf jeden Fall eine auf den ersten Blick sehr sympathische Stadt.
Entlang des Hafens ging es dann wieder retour Richtung Schiff und auf dem Wege konnte ich dann noch 2,3 Geocaches einsammeln und konnte mir hier noch ein paar Länderpunkte ergattern.

Zurück an Board hieß es dann erstmal – ab in die Badeklamotten – schließlich wollten ich noch den Pool an Deck testen – wenn, dann richtig! Aber es war dann doch ganz schön kaaalt 😉 Das Gratis-Cocktail ließen wir uns dennoch schmecken – der Whirlpool am Bug wärmte mich dann aber wieder gut auf. Und in der untergehenden Sonne verabschiedeten wir uns wieder von Dänemark. Man merkte zusehens, es wird windiger – und das sollten wir in dieser Nacht noch zu spüren kriegen.

Das Abendessen stand auf dem Programm – dieses Mal im anderen Restaurant und auch hier war das Essen in Ordnung. Der Wein wurde genossen und schließlich ging es noch zur abendichen Show. Allerdings ging es nun mittlerweile auf dem Wasser doch ein bisschen wilder zu – sodass einige mit Übelkeit zu kämpfen hatten. Ich hatte das Glück noch ein bisschen seefest zu sein und konnte da Schaukeln noch gut abfangen.

20160530_220214

Etwas später beruhigte sich die See und es ging zum Abschluss des Abends in die Bar zum Tanzen – hier waren auch nun auch einige Bedienstete der ADIA mit von der Partie und heizten den Gästen nochmal mit ein. Die Müdigkeit übermannte uns letztendlich, sodass wir am späten Abend den Weg Richtung Kabine nahmen. Wir fanden schnell in den Schlaf – doch ich wurde am frühen Morgen wurde ich unsanft durch großes Schaukeln geweckt und da ja eine Innenkabine hatten, fand das mein Geist gar nicht gut – sodass an Schlaf nicht mehr zu denken war. Die Nacht war dann also für mich vorbei und der Blick aufs Deck, über unser TV, zeigte auch, dass es über Nacht wohl nochmal stürmischer geworden ist. Dann zeigte sich auch wieder Land und wir fuhren langsam nach Kiel ein. Die Sachen wurden gepackt – und ein letztes Mal ging es ins Restaurant zum Frühstück.

Gut gestärkt hieß es nun langsam Abschied nehmen von Board. Ein letzter Rundgang über Deck (einige wenige Jogger kreuzten den Weg) und ab an die Rezeption zur Bezahlung. Am Tag zuvor hatten ich noch im Boardshop ein Parfüm gekauft und ein paar Getränke haben wir uns auf der Reise doch noch gegönnt, aber das gehört auch zu einem Kurzurlaub dazu.

Dann ging es von Board und da wir noch Zeit im Gepäck hatten schauten wir uns noch den Hafen und Kiel auf einer kleinen Runde an. Eine schöne Stadt, mit schönen Gebäuden und auf dem Wege sammelte ich noch ein paar Geocache Logs – damit hatte ich hier auch meine Abdrücke hinterlassen. 🙂 Dann ging es gegen Mittag Richtung Heimat und wie schon auf dem Weg von Hamburg zurück, hielten wir hier am Diner auf dem 1. Viertel der Strecke und stärkten uns mit leckerer Kost.

20160531_09333020160531_12271520160531_12281820160531_152140

Alles in Allem eine schöne kleine Tour, und ob ich nochmal den Schritt wage eine Reise mit einem Kreuzfahrtschiff zu machen, wird sich zeigen. Ahoi!

 

 

Please follow and like us:

Gerne hier kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.