Half Hill Cottage

Vorab eine kleine Änderung – meine Beträge schreibe ich jetzt mehr zusammenfassender, da ich gemerkt habe, dass die „Tagebuch“-Variante einfach zu viel Aufwand bedeutet und es mit der Zeit schwieriger wird, sich an alle Details zu erinnern oder zu entscheiden, was wirklich wichtig und wertvoll zu dokumentieren ist.

11.02. – 21.02.2020

Nach gut 1 1/2 Stunden Busfahrt stieg ich dann an der Raststätte nähe Port Hope aus, wo mich Lin bereits erwartete. Da sie sich den Fuß gebrochen hatte, blieb sie im Auto sitzen und begrüßte mich zunächst überschwänglich. Aber da unsere Kommunikation zuvor alles andere als einfach und meiner Meinung nach schon irgendwie ein bisschen vorbelastet war, war ich ein wenig in „Halb-Acht“ Stellung. Ich war gespannt, was mich nun auf dem Hof genau erwarten würde und wie die Aufgaben-Verteilung aussehen würde. Schon auf der Fahrt machte sie einige Standpunkte deutlich und ich wusste, da muss ich mich mit Sicherheit auf einiges einstellen. In ihrem sehr ausführlichen Text auf ihrer Workaway Profil-Seite, machte das alles noch einen Gesamteindruck, auf den ich mich einlassen wollte. Gerade auch weil es im gesamten meiner Natur entsprach, vor allen Dingen was die Liebe zu Tieren und den Umgang miteinander betrifft. Aber es sollte doch anders werden, als erwartet!

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Toronto, 06. – 11.02.2020

Für die erste Zeit in Toronto hatte ich mir im „Only Backpacker’s Inn“ Hostel ein Bett in einem 4-Bett Zimmer gebucht. Das Hostel war mir von einer anderen Reisenden empfohlen worden und da die Auswahl meist größer ist, sind Empfehlungen nie verkehrt. Der einzige Nachteil; das Hostel liegt in East York, welches gut 20 Minuten von Downtown (Innenstadt/Altstadt) entfernt liegt. Da der Nahverkehr in Toronto aber gut funktioniert und alle 3-5 Minuten die Metro fährt, sollte das kein Problem darstellen. Aber erstmal ankommen. Ich hatte vorher schon Kontakt zu einigen Couchsurfern, die mir ein paar Tipps bezgl. der Anreise mitgegeben hatten. Somit wusste ich, dass es besser ist, wenn man sich eine „presto“ Karte zulegt, die man dann immer wieder mit Geld auflädt und so die Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlt. Union Station ist sozusagen der Hauptbahnhof in Toronto. Von dort fahren dann auch die Züge und Busse in alle Richtungen. Dort stieg ich dann vom UP-Train in die Metro um, musste noch einmal umsteigen und an der Danforth Station war ich dann endlich am Ziel.

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Kanada 2020: Die letzten Vorbereitungen und los…

Im Januar wurde es dann ernst – die letzten Möbel mussten noch unter die Leute gebracht werden, die Wohnung weitestgehend ansehnlich wieder her gerichtet und meine persönlichen Dinge noch sicher verstaut werden. Somit haben diese 4 Wochen sicherlich die meisten Kräfte geraubt. Gut, dass ich auch da tatkräftige Helfer hatte – auf diesem Wege nochmal vielen Dank! Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte in der Zeit noch fest gearbeitet, dann hätte man mich kurz vor meiner Reise erstmal in eine Kur schicken müssen. Ich war zwar schon nahe am Rande des Wahnsinns, aber noch weit genug weg vom Abgrund.

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Mein nächstes Abenteuer – Work & Travel in Kanada 2020

Die Vermutungen sollten sich bestätigen – lange hielt es mich nicht in der Heimat. Nachdem ich vor meiner Arbeit nicht die Chance, noch das Geld und auch nicht den Mut hatte, stand mein Entschluss schnell fest. Erste Langzeit-Reiseluft hatte ich während meiner 9-monatigen Auszeit ja geschnuppert und wenn nicht jetzt, wann dann? Ende 2018 öffneten online die Pools für das Work & Travel Visum für Kanada und ich erstellte mir umgehend einen Account. Eigentlich erstmal nur mit dem Hintergedanken; mal sehen, wie der Prozess so funktioniert und was man alles so benötigt, schließlich gibt es mehrere Runden und wahrscheinlich würde ich eh nicht bei der ersten Runde gezogen werden. Denn nach dem neuen Los-Verfahren kann es unter Umständen natürlich auch „Glück“ sein. Es stehen ca. 4000 Plätze zur Verfügung und da es jährlich einen weltweiten Ansturm auf diese Plätze gibt, ist die Wahrscheinlichkeit eigentlich auch recht gering.

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Auszeit – Argentinien/Brasilien und nach Hause – Woche 36

Die Nacht war schneller vergangen als gedacht. Bevor es für mich weiter nach Brasilien ging, wollte ich mir noch gern das Dreiländereck anschauen. Aber erstmal in Ruhe frühstücken, den Backpack soweit fertig packen, damit ich später schnell meine Sachen nehmen und weiterreisen konnte. Einen Geocache konnte ich in der Nähe des Ziels auch noch lokalisieren, somit stand der Plan für den Vormittag. Auf dem Weg zum Dreiländereck streifte ich die Straßen der letzten Nacht und ein paar interessante Wandmalereien, die auf ein Museum über die Geschíchte der Region aufmerksam machten. Generell fanden sich entlang der Strecke wieder schöne Street-Art Bilder. Dann erreichte ich den Aussichtspunkt auf die „Triple Frontera“. Von dort aus konnte man dann also zur Linken Paraguay und zur Rechten Brasilien sehen. Am Dreiländereck mündet der Río Iguazu in den Paraná. Geografisch gehört die Gegend zum Gebiet des subtropischen Regenwalds, ein Teil davon wird in den argentinischen und brasilianischen Nationalparks von Iguazú geschützt.

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Auszeit – Argentinien – Woche 35

Dienstag, 03.04.2018

Früh am Morgen starteten wir dann also gemeinsam Richtung Esquina, Provinz Corrientes. Eine sehr lange Fahrt stand uns bevor. Gut 12 Stunden! Doch ich war froh, dass ich jetzt nicht umständlich fliegen musste, um weiter Richtung Iguazu zu kommen. Zudem hatte ich noch mit den Folgen des Sturzes zu kämpfen. Zwar hatte ich Medikamente bekommen, die mir halfen bei Laune zu bleiben, aber wirklich „oben auf“ fühlte ich mich nicht. Daher umso besser, dass ich nun Zeit hatte zu entspannen.  Aber schlafen konnte ich auch nicht so wirklich . Iza und ich hatten hinten im Auto Platz genommen, da die Reporterin (ja, Namen….) vorne auf dem Beifahrersitz einfach mehr Platz hatte. Sie hatte deutlich mehr Blessuren von ihrem Sturz davon getragen und somit überließen wir ihr gerne die erste Reihe.

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Auszeit – Argentinien – Woche 34

Mit dem Flieger ging es nun also von Córdoba nach Salta. Ein bisschen eingelesen hatte ich mich in meinem Reiseführer schon und auch ein paar Orte gefunden, die ich mir gern anschauen wollte, wenn irgendwie möglich. Auf jeden Fall würde es landschaftlich wieder einen Kontrast werden. Der Flug dauerte etwa 2 1/2 Stunden und aus der Luft hatte man einen tollen Überblick über die wunderbare Landschaft des argentinischen Nordens.

Bei der Gepäckausgabe hielt ich Ausschau nach Reisenden, die ebenfalls nach Salta Stadt fahren wollten. Denn, wenn sich eines hier lohnt, ist es sich ein Taxi zu teilen. Zwei weitere Backpacker mussten ebenfalls in die Stadt und somit schlossen wir  uns kurzer Hand zusammen. Zwei Franzosen –  also doch nicht nur Deutsche unterwegs. 😉
Den Taxi-Fahrer fragte ich nach ein paar Tipps und Tricks und fragte gleich noch nach einer guten und günstigen Autovermietung. Denn um sich die nähere Umgebung anzusehen und vielleicht noch einen Nationalpark anzuschauen, lohnt es sich schon hier ein Auto zu haben. Ansonsten würde nur noch die Möglichkeit bestehen, sich einer Tour anzuschließen und das war ja eigentlich nicht unbedingt mein Plan. Nur hatte ich eines völlig außer Acht gelassen – Semana Santa – die heilige Woche vor Ostern! Natürlich war das Urlaubszeit in Argentinien und in vielen Städten wird sogar groß gefeiert – unter anderem auch in Salta. Also, wieder etwas dazu gelernt, denn diese Woche gibt es so bei uns in Deutschland nicht, aber in Spanien und spanisch geprägten Ländern, wird diese Woche besonders gefeiert.

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Auszeit – Argentinien – Woche 33

Neben der Entscheidung, ob ich mir in der Region noch etwas anschauen möchte, musste ich noch entscheiden, wo es für mich nach Cordoba hingehen sollte. Für mich stand fest, dass ich mir noch die Hauptstadt der Provinz anschauen wollte, aber dann? Schon Richtung Iguazú oder doch noch eine andere Region? Da die Flüge in Argentinien nicht unbedingt die Günstigsten sind, lohnt es sich natürlich, schon ein paar Tage vorher zu schauen und nicht kurz entschlossen zu buchen. Empfehlungen hatte ich einige bekommen, aber des Öfteren wurde mir Salta ans Herz gelegt. Die nördlichste Region Chiles, mit viel beeindruckender Natur, musikalischem Einfluss aus den angrenzenden Ländern und auch die oder andere Möglichkeit auf Gauchos treffen zu können. Das war natürlich umso verlockender für mich. Schließlich war ich gerade deswegen auch nach Argentinien gereist. Dann wurde ich bei Aerolinas Argentinas auch noch fündig und konnte mir einen Flug für 50 € ergattern. Die Entscheidung war getroffen: Flug von Cordoba nach Salta am 26.03.2018. more „Auszeit – Argentinien – Woche 33“

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Auszeit – Argentinien – Woche 32

Voller Motivation ging ich nun also in meine nächste Woche in Argentinien. Es gab viel zu tun. Nur so ganz klar war für mich immer noch nicht, wo ich genau unterstützen soll. Da meine Informationen zuvor andere gewesen waren und die Tatsachen komplett anders aussahen. Wie des Öfteren im Leben – der Schein trügt. Und dann muss man eben sehen, wie man das Beste daraus für sich macht. Als aller erstes wohl die Erwartungen senken oder eben Entscheidungen treffen, um die Situation für sich angenehm zu gestalten. Oft liegt es aber auch an der eigenen Sichtweise. Warum sieht man so viele freudige Gesichter und lachende Menschen in armen Verhältnissen? Sie wollen kein Mitleid erwecken und nicht zeigen, wie es ihnen wirklich geht. Aber sie freuen sich auch über Kleinigkeiten und das ist ein “Schatz”, den man sich versuchen sollte zu erhalten. Es kann so einfach sein, schon allein mit Gestik und Mimik kann man ein Lächeln in andere Gesichter zaubern. Das ist wahrscheinlich auch das Geheimnis der Clowns? Die Augen sind ja auch bekanntlich der Spiegel der Seele. Einfach mal mehr Beachtung den Kleinigkeiten schenken, dann wird vieles in einem anderen Licht erscheinen.

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Auszeit – Argentinien/Uruguay/Argentinien – Woche 31

Nach einem kleinen Frühstück stand zunächst Packen und Auschecken auf dem Programm. Mariel hatte mir netterweise angeboten, dass ich bei ihr bleiben kann, sie wohnt halt nur etwas außerhalb in der Provinz Buenos Aires und muss unter der Woche natürlich arbeiten. Für mich kein Problem. Es stand eh noch die Überlegung aus, ob ich nicht Uruguay noch einen Besuch abstatten möchte. Mein Vater hat so viel davon erzählt und das ist mit unter wahrscheinlich auch Grund, warum ich diese Reise unternommen habe. Mariel wollte mich dann abends vom Hostel abholen, sodass wir dann zusammen zu ihr fahren würden.

Mein Programm für den Tag war also:

Palermo und seine Gärten der Parks anschauen, ebenfalls ein paar Sehenswürdigkeiten abklappern und endlich mal wieder Geocachen! more „Auszeit – Argentinien/Uruguay/Argentinien – Woche 31“

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