1. Road-Trip: Einfach mal raus…

Die letzten Tage, vielleicht auch Wochen, hatten also ziemlich an meinen Nerven gezerrt. Ich kam mir völlig falsch am Platz vor. Hätte ich doch keinen „Plan“ machen sollen für die ersten Wochen oder wird mich das irgendwo hinbringen? Ich beschloss mir erstmal für die nächste Nacht ein Zimmer in Cobourg zu suchen, ich wäre nicht in der Lage gewesen auch nur 50 km weiter zu fahren. Zwar schade um den Tag, den ich das Auto somit ja schon gebucht hatte, aber egal – erstmal muss eine Dusche, Wanne oder ähnliches her. Ein warmes und sauberes Zimmer für die nächste Nacht. Schließlich entschied ich mich für das „The King George Inn“ – ein ehemaliges Gefängnis, welches zu einem Hotel umgebaut wurde. Für den echten Nervenkitzel sind in einigen der Zimmer auch die Gitter noch in den Räumen vorhanden oder es befindet sich eine Zellentür aus den alten Zeiten an der Wand und man weiss nicht, was sich dahinter verbirgt. Es heisst wohl auch, dass es darin spukt und es paranormale Aktivitäten dort gibt. Das wusste ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Ich war einfach nur froh, endliche eine Wanne benutzen zu können, so lange und wann ich will! Also erstmal ab Richtung Downtown. Das Hotel befindet sich nicht weit vom Hafen und des Küstenbereichs von Cobourg. Von außen machte es schon einen eher verlassenen Eindruck und es gab nur 2 Autos auf dem Parkplatz. Klar, in der Nebensaison ist ja vermutlich hier auch nicht viel los. An der Tür war ein Zettel angebracht mit einer Nummer die man anrufen soll, damit man hereingelassen wird. Kurze Zeit später tauchten dann zwei Mädels auf, wovon eine die Managerin zu sein schien. Die Besitzer sind irgendwo in den USA und sie hat das Hotel alleine zu führen. Heisst, sie kümmert sich selbst auch um die Reinigung der Zimmer und alles weitere. So viel scheint dann ja in der Nebensaison wirklich nicht zu passieren. Da ich mich so auf eine Wanne gefreut hatte, hatte ich extra ein Zimmer dementsprechend ausgewählt. Fast hätte ich dann ein Zimmer mit Dusche bekommen, aber gut, dass es noch andere Zimmer zur Auswahl gab. Dann gab es den Schlüssel, auch für die Eingangstür und ich konnte erstmal ankommen. Wie ich dann feststellte, hatte das Zimmer zwar eine Wanne, aber die war nicht wirklich tief und auch eher für kleine Menschen gemacht? Na, das kann ja noch ein Experiment werden. Aber erstmal eine Runde durch die Luft drehen und die Umgebung anschauen.

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Half Hill Cottage

Vorab eine kleine Änderung – meine Beträge schreibe ich jetzt mehr zusammenfassender, da ich gemerkt habe, dass die „Tagebuch“-Variante einfach zu viel Aufwand bedeutet und es mit der Zeit schwieriger wird, sich an alle Details zu erinnern oder zu entscheiden, was wirklich wichtig und wertvoll zu dokumentieren ist.

11.02. – 21.02.2020

Nach gut 1 1/2 Stunden Busfahrt stieg ich dann an der Raststätte nähe Port Hope aus, wo mich Lin bereits erwartete. Da sie sich den Fuß gebrochen hatte, blieb sie im Auto sitzen und begrüßte mich zunächst überschwänglich. Aber da unsere Kommunikation zuvor alles andere als einfach und meiner Meinung nach schon irgendwie ein bisschen vorbelastet war, war ich ein wenig in „Halb-Acht“ Stellung. Ich war gespannt, was mich nun auf dem Hof genau erwarten würde und wie die Aufgaben-Verteilung aussehen würde. Schon auf der Fahrt machte sie einige Standpunkte deutlich und ich wusste, da muss ich mich mit Sicherheit auf einiges einstellen. In ihrem sehr ausführlichen Text auf ihrer Workaway Profil-Seite, machte das alles noch einen Gesamteindruck, auf den ich mich einlassen wollte. Gerade auch weil es im gesamten meiner Natur entsprach, vor allen Dingen was die Liebe zu Tieren und den Umgang miteinander betrifft. Aber es sollte doch anders werden, als erwartet!

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Toronto, 06. – 11.02.2020

Für die erste Zeit in Toronto hatte ich mir im „Only Backpacker’s Inn“ Hostel ein Bett in einem 4-Bett Zimmer gebucht. Das Hostel war mir von einer anderen Reisenden empfohlen worden und da die Auswahl meist größer ist, sind Empfehlungen nie verkehrt. Der einzige Nachteil; das Hostel liegt in East York, welches gut 20 Minuten von Downtown (Innenstadt/Altstadt) entfernt liegt. Da der Nahverkehr in Toronto aber gut funktioniert und alle 3-5 Minuten die Metro fährt, sollte das kein Problem darstellen. Aber erstmal ankommen. Ich hatte vorher schon Kontakt zu einigen Couchsurfern, die mir ein paar Tipps bezgl. der Anreise mitgegeben hatten. Somit wusste ich, dass es besser ist, wenn man sich eine „presto“ Karte zulegt, die man dann immer wieder mit Geld auflädt und so die Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlt. Union Station ist sozusagen der Hauptbahnhof in Toronto. Von dort fahren dann auch die Züge und Busse in alle Richtungen. Dort stieg ich dann vom UP-Train in die Metro um, musste noch einmal umsteigen und an der Danforth Station war ich dann endlich am Ziel.

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Kanada 2020: Die letzten Vorbereitungen und los…

Im Januar wurde es dann ernst – die letzten Möbel mussten noch unter die Leute gebracht werden, die Wohnung weitestgehend ansehnlich wieder her gerichtet und meine persönlichen Dinge noch sicher verstaut werden. Somit haben diese 4 Wochen sicherlich die meisten Kräfte geraubt. Gut, dass ich auch da tatkräftige Helfer hatte – auf diesem Wege nochmal vielen Dank! Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte in der Zeit noch fest gearbeitet, dann hätte man mich kurz vor meiner Reise erstmal in eine Kur schicken müssen. Ich war zwar schon nahe am Rande des Wahnsinns, aber noch weit genug weg vom Abgrund.

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Mein nächstes Abenteuer – Work & Travel in Kanada 2020

Die Vermutungen sollten sich bestätigen – lange hielt es mich nicht in der Heimat. Nachdem ich vor meiner Arbeit nicht die Chance, noch das Geld und auch nicht den Mut hatte, stand mein Entschluss schnell fest. Erste Langzeit-Reiseluft hatte ich während meiner 9-monatigen Auszeit ja geschnuppert und wenn nicht jetzt, wann dann? Ende 2018 öffneten online die Pools für das Work & Travel Visum für Kanada und ich erstellte mir umgehend einen Account. Eigentlich erstmal nur mit dem Hintergedanken; mal sehen, wie der Prozess so funktioniert und was man alles so benötigt, schließlich gibt es mehrere Runden und wahrscheinlich würde ich eh nicht bei der ersten Runde gezogen werden. Denn nach dem neuen Los-Verfahren kann es unter Umständen natürlich auch „Glück“ sein. Es stehen ca. 4000 Plätze zur Verfügung und da es jährlich einen weltweiten Ansturm auf diese Plätze gibt, ist die Wahrscheinlichkeit eigentlich auch recht gering.

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Argentinien/Brasilien April 2018

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Auszeit – Argentinien/Brasilien und nach Hause – Woche 36

Die Nacht war schneller vergangen als gedacht. Bevor es für mich weiter nach Brasilien ging, wollte ich mir noch gern das Dreiländereck anschauen. Aber erstmal in Ruhe frühstücken, den Backpack soweit fertig packen, damit ich später schnell meine Sachen nehmen und weiterreisen konnte. Einen Geocache konnte ich in der Nähe des Ziels auch noch lokalisieren, somit stand der Plan für den Vormittag. Auf dem Weg zum Dreiländereck streifte ich die Straßen der letzten Nacht und ein paar interessante Wandmalereien, die auf ein Museum über die Geschíchte der Region aufmerksam machten. Generell fanden sich entlang der Strecke wieder schöne Street-Art Bilder. Dann erreichte ich den Aussichtspunkt auf die „Triple Frontera“. Von dort aus konnte man dann also zur Linken Paraguay und zur Rechten Brasilien sehen. Am Dreiländereck mündet der Río Iguazu in den Paraná. Geografisch gehört die Gegend zum Gebiet des subtropischen Regenwalds, ein Teil davon wird in den argentinischen und brasilianischen Nationalparks von Iguazú geschützt.

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Auszeit – Argentinien – Woche 35

Dienstag, 03.04.2018

Früh am Morgen starteten wir dann also gemeinsam Richtung Esquina, Provinz Corrientes. Eine sehr lange Fahrt stand uns bevor. Gut 12 Stunden! Doch ich war froh, dass ich jetzt nicht umständlich fliegen musste, um weiter Richtung Iguazu zu kommen. Zudem hatte ich noch mit den Folgen des Sturzes zu kämpfen. Zwar hatte ich Medikamente bekommen, die mir halfen bei Laune zu bleiben, aber wirklich „oben auf“ fühlte ich mich nicht. Daher umso besser, dass ich nun Zeit hatte zu entspannen.  Aber schlafen konnte ich auch nicht so wirklich . Iza und ich hatten hinten im Auto Platz genommen, da die Reporterin (ja, Namen….) vorne auf dem Beifahrersitz einfach mehr Platz hatte. Sie hatte deutlich mehr Blessuren von ihrem Sturz davon getragen und somit überließen wir ihr gerne die erste Reihe.

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Auszeit – Argentinien – Woche 34

Mit dem Flieger ging es nun also von Córdoba nach Salta. Ein bisschen eingelesen hatte ich mich in meinem Reiseführer schon und auch ein paar Orte gefunden, die ich mir gern anschauen wollte, wenn irgendwie möglich. Auf jeden Fall würde es landschaftlich wieder einen Kontrast werden. Der Flug dauerte etwa 2 1/2 Stunden und aus der Luft hatte man einen tollen Überblick über die wunderbare Landschaft des argentinischen Nordens.

Bei der Gepäckausgabe hielt ich Ausschau nach Reisenden, die ebenfalls nach Salta Stadt fahren wollten. Denn, wenn sich eines hier lohnt, ist es sich ein Taxi zu teilen. Zwei weitere Backpacker mussten ebenfalls in die Stadt und somit schlossen wir  uns kurzer Hand zusammen. Zwei Franzosen –  also doch nicht nur Deutsche unterwegs. 😉
Den Taxi-Fahrer fragte ich nach ein paar Tipps und Tricks und fragte gleich noch nach einer guten und günstigen Autovermietung. Denn um sich die nähere Umgebung anzusehen und vielleicht noch einen Nationalpark anzuschauen, lohnt es sich schon hier ein Auto zu haben. Ansonsten würde nur noch die Möglichkeit bestehen, sich einer Tour anzuschließen und das war ja eigentlich nicht unbedingt mein Plan. Nur hatte ich eines völlig außer Acht gelassen – Semana Santa – die heilige Woche vor Ostern! Natürlich war das Urlaubszeit in Argentinien und in vielen Städten wird sogar groß gefeiert – unter anderem auch in Salta. Also, wieder etwas dazu gelernt, denn diese Woche gibt es so bei uns in Deutschland nicht, aber in Spanien und spanisch geprägten Ländern, wird diese Woche besonders gefeiert.

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Arg/Uruguay/Arg – März 2018