Auszeit – Teneriffa S-W-N – Woche 10

Ein paar Facts vorab:

Ente Ente Ente
Wer hat es gewusst? Teneriffa wird auch die „Ente“ der Kanaren genannt! Warum? Schaut euch mal die Karte genau an. 😉

tenerife-map

Wirklich so einfach?
Ist man „Resident“ auf den Kanaren, erhält man auf Alles Vergünstigungen – sogar auf Flüge! Und wie ich mir habe sagen lassen, reichen z.B. schon € 6.000 auf dem Konto und eine Adresse auf den Kanaren. Mh, wäre doch eine Überlegung wert, oder? Das erklärt zumindest, warum so viele Deutsche auf den Inseln leben. Neben den Deutschen treffe ich hier aber (zumindest auf Teneriffa) auf viele Italiener und Russen und Touristen aus dem Nahen Osten. Wohnhaft sind hier aber auch ein paar Venezolaner. Das ist mitunter geschichtlich bedingt, denn noch bis in die 1950er Jahre wanderten viele Einwohner der Kanaren nach Lateinamerika und insbesondere nach Venezuela aus. Inzwischen sind deren Nachkommen nun wieder „heim“ gekehrt. Das hat unter anderem auch dazu geführt, dass viele Elemente der südamerikanischen Kultur auf den Inseln heimisch geworden sind. (Quelle: Wikipedia)

Gofio
DAS Produkt der Kanaren, aus geröstetem, gemahlenem Getreide. Ähnlich zu unserem Mehl. Meist werden Weizen, Mais und Gerste dazu verwendet. Ein sehr nahrhaftes Produkt, denn es besteht aus etwa 11 % Eiweiß, 2 % Fett, 2,5 % Ballaststoffe und 70 % Stärke. Alle Getreide enthalten einen hohen Anteil an Mineralstoffen und den Vitaminen E, B1 und B2. Der Energiegehalt des Gofios liegt über 300 Kalorien (ca. 1250 Joule) pro 100 Gramm.

Jetzt aber zurück zur zweiten Woche auf Teneriffa. Das Highlight des Hostels „Drago Nest“ ist wohl die Dachterrasse, mit Pool, Whirlpool und einer schönen Sicht auf die Umgebung und den Teide.

Das Frühstück war ok, aber auch wie bereits bekannt, Toast mit diversen Marmeladen. Aber zum ersten Mal konnte man Gofio probieren. Ich hatte zuvor schon mal als Eis probiert – interessant. Etwas mehlig, gleich einem Probiotik-Drink.

Die Deutsche auf meinem Zimmer hieß Annemie und kommt aus Augsburg. Sie macht zum 2. Mal auf Teneriffa Urlaub und das ebenfalls alleine. Erst ein paar Tage Hostel und dann über AirBnB ein Zimmer. Sie geht hier viel wandern und entspannt sonst an den Stränden und Buchten. Sie hatte sich für den nächsten Tag schon eine Wanderung rausgesucht und ich schloss mich ihr an. Mit ihrem Mietwagen ging es dann in die Berge oberhalb von Icod. Zunächst noch sehr kühle 14 Grad morgens um 10 Uhr! Ich hatte schon fast überlegt meinen Sweater mitzunehmen. Aber später war es dann doch gut, dass ich es nicht gemacht hatte. Denn die Wanderung war schon ziemlich schweißtreibend und anstrengend. Vor allen Dingen, weil meine Erkältung einfach nicht von mir ablassen wollte. Aber wir wurden mit toller Natur und einem wolkenfreien Himmel mit Blick auf den Teide belohnt. Die Wanderungen auf Teneriffa lassen sich wunderbar über die App „Outdooractive“ finden. Die Routen werden sehr genau angezeigt und man kann direkt sehen, wenn man die falsche Richtung eingeschlagen hat.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach einer Wanderung von gut 4 ½ Stunden sollte es dann noch an den Strand bzw. die Küste gehen. Da ich Garachico gern sehen und evtl. noch in die „Nature Pools“ springen wollte, fuhren wir in Richtung Nord-Westen. Ebenfalls eine abenteuerliche Suche, nach dem richtigen Platz. An der Küste gab es so leider keinen Strand, sondern nur Felsen und Klippen. Schließlich entschieden wir uns für eine Bucht und entspannten dort für eine Zeit. Ich kühle mir die Füße in den kleinen Wasserbecken und hatte plötzliche kleine Garnelen an den Füßen, die versuchten an meinen Füßen etwas Essbares zu finden. Die Sache wir mir dann aber nicht ganz geheuer und schnell hatte ich die Schuhe wieder an. Auf dem Rückweg machten wir dann noch Halt in Garachico und ich konnte endlich ins Wasser springen. Denn die Nature Pools liegen dort direkt an der Küste und ehemaligen Hafen. Natürlich traf man hier auch wieder auf Krebse und Fische – natur pur! Da habe ich nun auch meinen ersten Verlust zu melden. Ich hatte vor meiner Reise auf einem Flohmarkt einen Taillengürtel gegen ein Armband und Ohrringe getauscht. Das Armband (aus Glaskugeln auf einem Draht) habe ich nun leider in dem Naturpool verloren. Anstatt es mal vorher abzunehmen, da es keinen Verschluss hat, habe ich es anbehalten und bei dem beherzten Sprung ins Wasser, hat es sich dann verabschiedet und scheint schnell gesunken zu sein, denn ich konnte es nicht mehr finden. ☹ Naja, vielleicht sollte mir das auch nur sagen, dass man sich ab und an eben von Sachen o.ä. trennen sollte. You never know! Garachico ist ein kleiner hübscher Ort, der allerdings viele Touristen anlockt. Im Sommer ist hier bestimmt gut was los.

Dann noch schnell in Icod für das Abendessen eingekauft und ab ins Hostel. Schließlich war es dann doch wieder spät, bis wir in den Betten waren. Und ich sollte am nächsten Morgen merken, was ich die letzten zwei Tage gemacht hatte. Dieses Mal keine Zeit zum Aufstehen festgelegt und gemütlich gefrühstückt. Auschecken für 11 Uhr vereinbart. Ich wollte noch den wohl ältesten Drago Baum Europas sehen und da Icod bekannt für gute Weine ist, auch noch schauen, dass ich welchen besorgen kann. TripAdvisor half auch hier wieder erfolgreich. Dann durften wir noch leckeren Likör probieren und wurden noch über die Herstellung aufgeklärt. Sehr schöner Laden – „Museo de Malvasia“, mit einem wunderbaren kleinen Garten. Hier kann man sicherlich gut einen Nachmittag verbringen.

Auf der Suche nach neuen FlipFlops für mich liefen wir durch die kleinen Straßen der Altstadt, gesäumt von kleinen Marktständen, Live-Musik, Cafés und Clown-Animation. Nettes Städtchen, doch leider wurde ich hier nicht fündig.

Da wir die Sonne und das Meer noch genießen wollten, fuhren wir noch zusammen an einen Strand, der mir in einem Hostel empfohlen wurde „Playa del Socorro“ einer der Surf-Spots im Norden. Mit ein paar weniger Leuten wäre es zwar noch schöner geworden, aber wir wollten es auch einfach halten und nicht noch nach versteckten Buchten suchen.

Nach einem entspannten Nachmittag, machte ich mich nun auf Richtung Puerto de la Cruz und Annemie wieder retour Richtung Icod. Ihre Bleibe liegt von dort aus etwas außerhalb in den Bergen.

In gut 20 KM war ich dann auch schon an meinem Zielort und wunderte mich, ob denn die Straße, die Google mir da anzeigte, wirklich die richtige war – denn es ging steil bergab. Ob ich da wieder rauf komme? Lieber erst einmal zu Fuß! Dann nach kurzer Suche landete ich auf dem Hof. Auf Hostelbookers waren die Bewertung nicht die Besten. Das liegt wohl aber mitunter an der Lage und an den „Betten“. Denn die bestehen aus Pressspanplatten, Schaumstoffunterlagen und Schlafsäcken. Wenn man möchte, kann man noch eine dicke Decke haben. Ich sollte noch merken, warum. Für mich machte das Hostel eher den Eindruck einer Herberge. Ja, von außen betrachtet, so stelle ich mir einen Hof in Südamerika teils vor. Pferde standen gesattelt draußen und ein paar Damen und ein Mädchen saßen zusammen und unterhielten sich. Natürlich, auf Spanisch! Jetzt ist also mein ganzes Wissen gefragt – als Erstes erkundigte ich mich nach der Rezeption. Dann fragten mich die Damen, ob ich mit dem Auto da sei. Ich erwiderte, dass ich zwar mit Auto bin, aber die Straße runter gelaufen sei. Ein kurzes Entsetzen folgte, ich sollte doch das Auto holen, das wäre einfacher. Naja, wenn sie meinen. Also abwärts und dann den Wagen auf einem kleinen Parkplatz mit einer Neigung von gut 30% geparkt. Wenn man gewollt hätte, hätte man den Wagen bestimmt umkippen können. Dann schnell die Sachen sortiert, denn hier werde ich 2 Nächte verbringen. Wie sich rausstellte, war ich der einzige Gast! Das bringt einem dann schon zum Nachdenken.

In der Nacht wurde es dann auch sehr kalt, trotz Sweater und langer Hose. Schon komisch, so ganz allein in einem Hostel zu sein. An sich eine tolle Lage, da die Aussicht wirklich schön ist. Aber mehr dann auch leider nicht. Aber so hat man auch mal keine Ablenkung und ist ganz mit sich allein. Auch interessant…

Am nächsten Tag machte ich mich auf nach Puerto de la Cruz. Ein paar Caches auf der Liste und immernoch auf der Suche nach FlipFlops. Das Frühstück war leider auch nicht das Beste und der Kaffee…naja, über den Kaffee hier wollen wir nicht sprechen – was freue ich mich wieder auf einen Kaffee in Deutschland.

Da die Nacht mal wieder von wenig Schlaf gezeichnet war, brauchte ich sehr lange, um in den Tag zu starten. Von einer wunderbaren Aussicht genoss ich einen Kaffee und eine Fanta Limòn. Ich überlegte noch in den Loro Park zu fahren, doch entschied mich dagegen. Lieber am nächsten Tag.

Puerto hat eine charmante Altstadt mir kleinne Gassen und zwischendrin kleinen Plätzen und Gärten. Ebenfalls scheint es hier viele Street-Art Künstler zu geben, zumindest sind einige Wände hübsch verziert. Entlang der Küste hat man eine schöne Promenade mit vielen Restaurants, Hotels und Bars die abends zum Verweilen einladen. Das Stadtbild ist sonst von hohen Häusern und Hotels geprägt. Nicht unbedingt mein Geschmack. Dennoch zieht es viele Touristen hierher. Wahrscheinlich auch gerade wegen der Abende draußen, auf den Plätzen und entlang der Promenade. Es wird viel Live-Musik gespielt und wer gerne tanzt, findet hier am Wochenende immer eine Location. Allerdings scheint der Altersdurchschnitt hier doch eher Ü60 zu sein. Zumindest im Herbst. Viele Deutsche verbringen den Winter auf den Kanaren und haben meist ein Appartement oder verbringen gleich ihren Lebensabend dort.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ein paar Caches konnte ich finden, jedoch leider nicht alle. Na, es kann halt nicht immer klappen. Auf dem Weg kam ich auch am Playa Jardin vorbei. Ein schöner Stadtstrand – aber für mich zu viele Leute. Ich bin dann doch lieber außerhalb in den Buchten und einsameren Stränden.

Nachmittags dann wieder zum Hof zurück und dann war ich ganz allein. Gut, dass das Tor nicht abgeschlossen wird. Schnell einen Salat gezaubert und auf der Terrasse genossen. In Puerto war es um einiges wärmer gewesen. Der Unterscheid war deutlich zu spüren. Plötzlich tauchte Manolo auf. Er führt die Adventure-Touren, die dort angeboten werden. Kurzes Pläuschen gehalten und dann fragte er mich, ob ich schon was gegessen hätte. Zwar hatte ich meinen Salat gerade erst verzehrt, aber wenn ich schon gefragt werde – warum nicht. Dann ging es in eine Guachinche – typisch für Teneriffa. Hier findet man wenn auch meist nur Einheimische vor. Denn es handelt sich dabei um ein kleines Lokal, was ausschließlich von Weinbauern betrieben wird und meist in privaten Räumen/Hallen. Mehr dazu . Aber anstatt eines kleinen Snacks ließ Manolo gleich groß auffahren. Es gab eine kleine Schale mit Eintopf, danach noch Hühnchen und Schweinefleisch, dazu Pommes – die hätten aber nach meinem Geschmack noch gut ein paar Minuten fritiert werden können. Dazu gab es dann natürlich Wein. Dieser war allerdings kalt und wurde dann mit 7Up gemischt. Habe ich so auch noch nicht probiert. Schmeckte aber erstaunlich gut. Ähnlich wie der Tinto de Verano con Límon. Leider war mein Magen aber schon so voll, dass ich nicht viel davon essen konnte. Aber, ich hatte es ihm zuvor gesagt. Es war interessant zu sehen, wie hier gekocht wird und die ganze Familie wohl daran beteiligt ist. Überall hingen Bilder vom Vater und den vergangenen Zeiten. Auch hier merkt man, wie sehr das Familienleben zählt. Auf der Rückfahrt zum Hostel drehte Manolo noch eine Extra-Runde um mir eine weitere Aussicht zu zeigen und kurz vor dem Hostel hielten wir noch an einer Bar. Da gab es dann noch einen Schnaps oder Likor, genau habe ich das nicht verstanden, aber er schmeckte süß und half gegen den vollen Magen. Am Abend fuhr ich dann nochmal nach Puerto, um das Nachtleben zu erkunden. Hier musste ich dann leider feststellen, dass sonntags wohl eher gemütlich beisammen gesessen wird und die Tanzbars auch eher ruhigere Musik spielen. Letztendlich bin ich dann in einer Cocktailbar mit Live-Musik gelandet. Eine Reggae-Surfband spielte aufmunternde Musik und ich ließ mir einen Pina Colada schmecken. Guter Abschluss für den Tag.

DSC_1352

Neuer Morgen – neuer Tag. Ich hatte mir für die nächste Nacht ein Bett in einem Hostel in La Orotava gebucht. Die Stadt hatte ich als Empfehlung erhalten und ich muss sagen, ja ein schönes kleines Städtchen, mit einer sehr schönen Altstadt. Das Hostel war eher chillig und ruhig gelegen, oberhalb der Altstadt. Ich war mit einer Holländerin auf einem 4-Bett Zimmer und es kam niemand mehr dazu – optimal. Inzwischen hatte ich mit Juan, die Bekanntschaft von Couchsurfing, wieder geschrieben und er war auf dem Weg Puerto, als ich bereits eingecheckt hatte. Perfektes Timing. So konnte ich ihn von seiner Bleibe abholen und wir fuhren zusammen in die Berge – evtl. mit dem Ziel auf den Teide zu fahren – Laufen, nein das hätte ich definitiv nicht geschafft. Zwar standen die Wolken am Himmel, aber wir wollten trotzdem fahren. Als wir dann durch die Wolkendecke nach oben fuhren, strahlte die Sonne plötzlich von einem blauen Himmel. Die Wolken waren lediglich bis zum Rand der Krater vorgedrungen. Es bot sich uns eine Mondlandschaft dar. Hätte ich so auch nicht erwartet. Zwar hat man schon einiges darüber gelesen, aber so hatte ich es mir nicht vorgestellt. An der Seilbahn angekommen, überlegten wir, was wir denn nun machen wollen, ob wir fahren und dann doch vielleicht runter laufen, oder hoch und wieder runterfahren. Dann stellte sich jedoch heraus, dass es keine Tickets mehr für die Seilbahn an diesem Tag geben wird. Schade! Aber gut, damit wurde uns die Entscheidung abgenommen. Ein paar 100 Meter entfernt machten wir dann eine Wanderung um die Roques de Garcia – eine interessante Felsformation – hier die Bilder des Tages.

Abends kochten wir gemeinsam und wollten dann sehen, was das Nachtleben von Puerto zu bieten hat. Leider scheint der Montag eher wie der Sonntag bei uns zu sein – es war nichts los. So landeten wir wieder in einer Cocktailbar, ok, es war auch schon spät, und bereits nach dem ersten Cocktail war der Abend dann schon vorbei, denn der Laden schloss seine Pforten. Ja gut, ich war auch schon sehr müde und am nächsten Tag wollte ich früh raus – der Loro Park stand auf meinem Plan. So sieht Puerto bei Nacht aus:

DSC_1348

Mein Wecker klingelte dann um 7:45 Uhr – viel zu früh! Allerdings ist der Park recht groß und ich wollte noch einen freien Parkplatz bekommen. Die Tore öffneten sich pünktlich um 8:30h. Es waren gerade mal eine Hand von Leuten da und mein erster Spaziergang durch den Park war ohne viele Menschen sehr schön. Dort gibt es neben Gorillas, wahnsinnig vielen Papageien und Vögeln, Flamingos und den braunen Pandas auch weisse Tiger zu sehen. Die hatte ich bisher auch noch nicht gesehen. Schöne Tiere. Besonders freute ich mich auf die Seelöwen, Delfine und Orcas. (Auch wenn ich der Haltung in Gefangenschaft nicht ganz im Guten gegenüberstehe, aber hier wird viel für die Forschung getan) Zuvor hatte ich Tipps bekommen, welche Show ich am besten wann besuchen sollte, so bin ich durch, bevor die Besuchermaßen kommen. Und die Tipps waren Gold wert – gegen Mittag wurde der Park schlagartig voll. Und alle wollten zu den Shows. Jetzt hatte ich genug Gelegenheit die anderen Teile des Parks zu erkunden. Es gibt dort sogar ein Pinguinhaus, wo es den ganzen Tag schneit. Man fährt auf einem Band drum herum – sehr gewöhnungsbedürftig. Das gleich mehrere Arten von Pinguin zusammenleben können, wusste ich so auch nicht. Dann erblickte ich die Papageientaucher, die hatte ich auf Island leider nicht sehen können. Ein weiteres Highlight des Parks ist die Freiflughalle – hier konnte man die Papageien und andere Vögel hautnah ohne Käfig erleben. Die Tiere sind meist auch nicht scheu und wenn man Glück hat, kann man die Tiere auch von Hand füttern. Ja, Loro Park lohnt einen Besuch.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Gegen Nachmittag machte ich mich dann zurück auf den Weg ins Hostel. Abends wollten Juan und ich noch mal unser Glück probieren und uns ins Nachtleben begeben – aber es wurde dann doch später als gedacht und somit ging es später nur in eine Bar um die Ecke seines Appartements. Da es für mich am nächsten Tag weiter in den Norden ging, verabschiedeten wir uns zunächst voneinander – aber vielleicht sieht man sich im Süden nochmal. Am nächsten Tag machte ich zunächst noch einen Rundgang durch La Orotava in Kombination mit einem Multi-Cache.

Besuchte eine der Gofio Mühlen und machte mich dann auf den Weg in Richtung „Entenkopf“ – mit ein paar weiteren Caches auf der Liste, machte ich ein paar Stops an der Küste und konnte so zumindest ein paar Blicke auf versteckte Strände werfen, die meist nur mit langem Fußmarsch und über Treppen zu erreichen sind. Noch schnell einen kleinen Einkauf für die nächsten Tage und weiter ging es auf der Nord-Autobahn.

In der Nähe von Valle de Guerra befindet sich das Lagarto Backpacker Hostel. Etwas sehr weit ab vom Schuss, wie ich finde. Ohne Auto, wäre das schon ein ordentlicher Weg zu Fuß gewesen. Hier traf ich mal wieder auf Volontäre von workaway, da dieses Hostel ebenfalls über die Plattform Helfer sucht. Dabei war auch eine Deutsche aus dem hohen Norden. Sie wird das Hostel aber verlassen, um vielleicht auf einer Farm/Plantage auszuhelfen. Wie lang sie da dann bleiben wird, weiss sie noch nicht. Schon eine interessante Generation, die da gerade heranwächst. Ich bezog ein 7 Personen Zimmer, aber es waren zunächst nur 2 weitere Betten vergeben. Das ist auch der Vorteil, wenn man in der Nebensaison reist, weniger Menschen! Den Rest des Tages verbrachte ich damit zu schauen, welche Wanderungen ich im Anagagebirge machen wollte und welche Orte/Strände interessant sein könnten. Dabei holte ich mir noch ein paar Tipps und ebenfalls ein paar Caches kamen mit auf die Liste.

Zum Sonnenuntergang fuhr ich an die Küste und hatte hier nun meinen ersten richtigen Sonnenuntergang im Kasten. Danach ging es etwas früher ins Bett. 3 Nächte hatte ich gebucht, sodass genug Zeit blieb, um mir die Gegend anzuschauen.

Die Zeit wurde dort auch nicht langweilig, die meisten Gäste waren sehr nett und offen und es gab immer Gesprächsthemen. Am nächsten Tag gab es für mich eine gratis Thai-Massage – da einer der Volontäre sich gerade diese Technik aneignet und Freiwillige sucht – na, da sag ich doch nicht nein :). Nach den letzten Tagen war das echt eine Wohltat, aber für mein Empfinden etwas zu sanft. Danach ging es dann ins Anagagebirge, genauer gesagt zum Cruz de la Carmen – von dort starten viele Wanderungen zu beiden Seiten der Insel und auch ein paar Rundwanderwege. Ich entschied mich für Hija Cambada – eine kurze Strecke die mit weiteren Wanderungen kombinierbar ist. Am Ende war ich gut 1 ½ Stunden unterwegs – und fühlte mich wie in einem Märchenwald – es fehlten nur noch Elfen, Zwerge oder Trolle – aber leider traf ich nur auf andere Wanderer. Nach der ersten Wanderung begab ich mich dann noch auf den Pfad der Sinne. Der erste Streckenabschnitt ist sogar behindertengerecht angelegt. Hier darf man Fühlen, Riechen, Hören und Sehen. Als Ziel hatte ich auch hier wieder einen Cache, der sich nahe eines Aussichtspunkts befindet. Da das GPS Signal auch hier wieder nicht eindeutig war, irrte ich erst etwas in der Gegend rum. Zu guter Letzt wurde ich dann aber noch fündig. Danach ging es noch mit dem Auto ein paar KM entlang der Straße zu Aussichtspunkten. Schade, dass Calima da etwas die Weitsicht behindert hat. Aber das Anagagebirge liegt oft in Wolken. Trotzdem eine wirklich schöne und auch irgendwie bezaubernde Seite dieser Insel. Hier ein paar Eindrücke:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich hatte noch einen Cache auf der Liste, den ich an diesem Tag noch finden wollte und so fuhr ich zum Punto de Hidalgo – der wäre auch sehr sehenswert. Naaajaa, da lässt sich drüber streiten. Für mich war der Nature Pool eine nette Sehenswürdigkeit, sonst fand ich nichts Besonderes an dem kleinen Ort. Zunächst überlegte ich noch, ob ich dort  nicht Fisch essen sollte, denn an der Küstenseite gibt es wohl den besten Fisch. Doch ich entschied mich dagegen, denn ich hatte noch Pasta, Thunfisch und Tomatensoße im Hostel, da spart man dann auch noch weiteres Geld.

Im Ort fand abends ein Konzert statt und die meisten Hostelbewohner waren mit von der Partie. Neben Salsa ist Reggae hier wohl sehr beliebt – aber gut, bei den vielen Aussteigern und Alternativen auf den Inseln – irgendwie klar.

Allerdings war das Konzert dann auch schon um 0:30h zu Ende und somit war der Abend nicht so lang, wie gedacht. Also, ging es dann wieder zurück ins Hostel und ab in die Koje. Schlaf ist ja sowieso wichtig, auch wenn ich den bisher nicht richtig finden konnte. Mal sehen, was Teneriffa mir in den nächsten Tagen noch so von sich zeigt.

Please follow and like us:

Gerne hier kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.