Auszeit – Chile – Woche 23

Wie jedes Mal bei einer Cabalgata, die entweder eine Eintagestour- oder eine Mehrtagestour ist, muss früh vorbereitet werden. Beim Sierra Trail, der 5 Stunden geht, wird neben den Getränken auch das „Almuerzo“ vorbereitet. D.h. es werden Sandwiches gemacht, Obst und Gemüse muss geschnitten werden und für den süßen Zahn kommen noch Cookies und Müsli-Riegel mit in die Satteltaschen. Neben den Gästen aus den USA kamen noch zwei Gäste aus Kanada mit auf den Ritt. Somit waren fast alle Pferde der Hacienda mit dabei. Ich hatte das Glück wieder Coral reiten zu können, denn die Gäste aus Kanada waren eher Anfänger und bekamen entsprechende Pferde. Um 10 Uhr ging es dann wieder los. Da die Temperaturen jetzt schon früh sehr warm werden, reiten wir eher los, damit die Mittagspause entsprechend im Schatten verbracht werden kann. Der Sierra Trail führt hinter den Weiden zunächst, wie unser Starlight Trail, steil einen Berg hinauf. Danach führt er entlang von Piso-Reben weiter in die Berge. Von dort hat man dann einen wunderbaren Blick auf das Tal und ebenfalls den nächsten Ort, Hurtado.

Der weitere Aufstieg ist bei der Wärme für die Pferde schon eine kleine Tortur und so nehmen sie sich zwischenzeitlich kleine Verschnaufpausen. Die Sonne strahlte wieder in voller Pracht vom Himmel. Nach gut 2 Stunden Ritt machten wir eine kleine Pause nahe eines Ziegenstalls. Struppi, unser treuer Begleiter, war froh ein bisschen Trinkwasser ab zubekommen und suchte gleich einen Platz im kühleren Schatten. Dann ging es weiter entlang der Berge oberhalb des Tals und der Hacienda. Eine kleine Ziegenfamilie tauchte vor uns auf und wir waren wieder mitten im Leben vom Tal des Rio Hurtado. Plötzlich in einem zunächst unbemerkten Moment, schlich sich Struppi davon und dann ging alles ziemlich schnell. Ich sah wie Rene wie von der Tarantel gestochen Princessa antrieb und und laut zu Rufen begann. Dann hörte an eine Ziege schreien. Struppi wird doch nicht etwa… oh nein. Er hatte eines der Zicklein erwischt. Gott sei Dank war aber Rene schnell genug zur Stelle und konnte Struppi verjagen. Leider hatte er das Kleine am Hinterlauf gepackt gehabt. Es humpelte hilfesuchend durch die Gegend. Rene schaute es sich kurz an und als er sah, dass es noch laufen konnte, meinte er, dass wir weiter reiten sollten, damit die Mutter wieder zu dem Kleinen fnden wird. So sicher war ich mir da allerdings nicht.

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Noch geschockt von dem gerade erlebten, stiegen wir ein paar Hundert Meter weiter, von den Pferden und unterhalb eines Argan-Öl-Baumes stellte ich alles für das Almuerzo bereit. Die Stimmung war etwas bedrückt und jetzt war mir auch klar, warum Rene auf Struppi nicht gut zu sprechen war. Der Kleine ist eben doch ein Wolf in einem niedlichen Gewand. Auf die Cabalgatas werde ich ihn definitiv nicht mehr mitgehen lassen. Zu riskant, dass er wieder seinem Jagdtrieb nachgeht.Nachdem unsere Mägen nun wieder gefüllt waren, besserte sich die Stimmung und ich unterhielt mich mit den Gästen über ihren bisherigen Reisen und Erlebnisse. Die Gäste aus Kanada waren zuvor auf den Osterinseln gewesen und war hellauf begeistert. Sie hatten dort gecampt, in der Nähe eines der wohl beliebten Strände und wenn sie gekonnt hätten, wären sie noch länger geblieben, aber ihre Urlaubszeit war halt auch nur begrenzt. Also sollte man sich die Osterinseln wohl doch mal anehen? Leider sind die Inseln, aufgrund des Tourismus, sehr teuer und da ist es wohl ratsam in der Nebensaison zu fahren. Na, mal sehen, vielleicht verschlägt es mich irgendwann auch mal dorthin. Die Fotos der Jungs aus Südafrika, die sie auf Facebook geteilt hatten, waren auf jeden Fall traumhaft. Aber die Welt hat vieles zu zeigen und es gibt bestimmt Orte, die ähnlich traumhaft und weniger touristisch sind. Man muss sie halt nur finden. Nach der längeren Pause ging es dann wieder hinab Richtung Hacienda. Dabei kreuzten wir einen trockenen Flußlauf, an dem eine kleine Hütte stand. Ziemlich verlassen, aber dann entdeckte ich ein Schild davor, dass eines von unseren war. Gehörte die Hütte etwa noch zur Hacienda? Und wenn ja, wurde hier auch übernachtet? Diese Frage muss ich noch klären.

 

Struppi hatte sich nach der Jagdaktion erstmal verzogen und ich dachte zunächst, dass er vielleicht schon zur Hacienda gelaufen war. Doch dann tauchte er plötzlich wieder hinter uns auf. Ich versuchte ihn direkt zu mir locken, doch er schien es nicht zu verstehen und blieb weiter auf Abstand, bis ich ihn nicht mehr sehen konnte. Ob er jetzt wohl ganz weg von uns bleiben würde? Ich pfiff nach ihm, aber er tauchte nicht mehr auf. Na hoffentlich nimmt er einen anderen Weg zur Hacienda und hoffentlich lässt er die Ziegen in Ruhe.Coral wurde inzwischen immer ungehaltener. Anscheinend wusste er, dass nicht mehr allzu weit ist oder er hatte schlichtweg keine Lust mehr, nur im Schritt zu laufen. Also hieß es wieder Zügel kürzer fassen und ihn versuchen zu zügeln. So kam auch für mich keine Langeweile auf. Ab und an versuchte ich etwas Abstand zu gewinnen, damit ich ihm die Möglichkeit geben konnte, auch mal zu Traben, aber das gestaltete sich natürlich etwas schwierig, Am Ende waren wir beide froh, wieder an der Hacienda zu sein. Die Gäste verabschiedeten sich in ihre Zimmer und ich kümmerte mich um die Nachbereitung; Pferde absatteln und abwaschen, Satteltaschen leeren und die gebrauchten Kannen und Becher spülen. Am Abend stand dann noch ein Starlight Trail für unsere US Gäste auf dem Programm. Eigentlich sollte dieser von Maraike begleitet werden, da sie aber am nächsten Tag wieder Frühschicht hatte und nicht allzu gern in der richtigen Dunkelheit reiten wollte, bat ich ihr an, diese Tour ebenfalls zu begleiten. Ich war gerade so drin und freute mich über jede Tour, die ich machen konnte. Für sie war das in Ordnung, sodass ich mich für eine kleine Siesta zurückziehen konnte, um abends für die Tour wieder fit zu sein.

Die Tour startete um 20:30 Uhr. Zuvor mussten noch Heissgetränke vorbereitet werden. Klar, nichts geht hier ohne Tee. Für mich dieses Mal dann keinen Kaffee, denn die Nacht wollte ich gerne mal wieder zum Schlafen nutzen. Auf der Tour sollte ich dann zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem Kaktusstachel machen. Kurz und schmerzhaft, kann ich dazu nur sagen. Rene hatte Coral mit dem einem unseren englischen Sattel versehen und auf dem sitzt man natürlich etwas anders, als auf den chilenischen Sätteln. Also waren meine Beine auch näher an der Gefahrenzone. Und im Halbdunkeln kann es dann schon mal schnell passieren, dass man den Abstand nicht gut erkennen kann und *zack*. Aber Gott sei Dank war der Schmerz nur von kurzer Dauer und im weiteren Verlauf der Tour wurde die Sicht natürlich nicht besser. Wenn ich mir also nicht sicher war, was da jetzt links und rechts vom Pfad steht, entschloss ich mich dazu, meine Beine einfach nach vorne über die Schultern des Pferdes zu legen – sicher ist sicher!

An unserem Pausenpunkt angekommen, wurden wir wieder mit einer sensationellen Sicht auf den Himmel und die Sterne belohnt. Imme wieder schön! Meine Kamera hatte ich aber nicht mitgenommen, das wäre zu viel Aufwand gewesen und man kann den Sternenhimmel auch mal genießen, ohne eine Kamera in der Hand um den Moment auf einem Foto festhalten. Wir sichteten ein Wir sichteten ein paar Satelliten, Sternschnuppen und mehr und mehr gewöhnten sich die Augen an die Dunkelheit. Dann wurde es Zeit wieder zur Hacienda zu reiten und das war dann für mich der schwierigste Teil der Tour. Denn natürlich bin ich am Ende der Truppe und muss „sehen“, dass ich den Anschluss halte. Aber es war derart stockfinster, dass das fast unmöglich war. Ich war fast geneigt die Stirnlampe, die ich von der Hacienda mitgenommen hatte, einzuschalten. Doch Coral hatte bei der Pause auf der Licht mit Erschrecken reagiert, so entschied ich mich dagegen. Ein, zwei brenzliche Situationen nahe an Kakteen wurden mir auf dem Rückweg noch beschert, aber ich hatte Glück und hatte keine weiteren Stacheln in den Beinen.

Wieder an der Hacienda angekommen, sattelten wir schnell die Pferde ab und Rene musste sie dann noch im Dunkeln wieder zu Weide bringen. Für ihn allerdings kein Problem. Er kennt die Hacienda eh wie seine Westentasche. Ich kümmerte mich noch schnell darum die Satteltaschen zu leeren, die Kannen zu spülen und dann ging es auch für mich ab ins Bett. Ein langer, anstrengender aber auch schöner Tag lag hinter mir und am nächsten Tag ging es dann wieder zur Spätschicht.

Neben den Gästen aus den USA und Kanada hatten wir auch ein nettes Paar aus Aachen für ein paar Tage zu Gast. Er arbeitet allerdings in Frankreich und wohnt unter der Woche auch dort. Beide arbeiten aber auch in derselben Firma. Ob sie sich da auch kennengelernt haben? An einem Abend luden sie Maraike und mich zu sich an den Tisch ein und wir unterhielten uns eine Weile über Jobs, Reisen und Erfahrungen. Sie selbst haben auch ein Pferd zu Hause und waren begeistert von unseren Touren. Sie hatten bei uns den Golddigger Trail gebucht und da an diesem Tag Rene schon mit mir auf einer anderen Cabalagata unterwegs war, führte Katharina die Tour. Ihre erste, selbstgeführte Tour und natürlich klappte dies ohne Probleme. Aber in Zukunft wird dies dann auch wahrscheinlich öfter der Fall sein, denn in der Hochsaison kann es natürlich durchaus vorkommen, dass an einem Tag mehrere Touren stattfinden.

Diese Woche standen nun plötzlich zwei freie Tage für mich auf dem Plan. Ich war verwundert, aber auch erfreut. Da kann man sich ja vielleicht mal etwas vornehmen?! Neben Valle de Elqui und Vicuña, stand für mich auch die Überlegung im Raum Richy in Valparaiso zu besuchen oder, was eigentlich eher notwendig war, nochmal nach La Serena zu fahren, um endlich mal einzukaufen. Denn nachdem ich nun schon eine Weile unterwegs bin, ist der ein oder andere Verschleiß an Klamotten doch etwas größer, als gedacht. Und ich wollte auch endlich mal etwas haben, was ich in meiner „Freizeit“ tragen kann und nicht immer aussehe, als würde ich nur ins Outback gehen wollen. Angesetzt für die freien Tage waren also der Donnerstag und der Freitag. Ich versuchte zunächst in Erfahrung zu bringen, wie die Busse von Ovalle nach Valparaiso fahren würden. Tur Bus fährt diese Strecke anscheinend leider nicht, aber es gibt andere Unternehmen, die diese Strecken fahren. Nur, wie schon vermutet, ist man von Ovalle nach Valparaiso gut 5 ½ Stunden unterwegs, nach Viña del Mar etwas kürzer. Und so hätte ich nur die Möglichkeit gehabt, einen Bus morgens um 10 Uhr zu bekommen und hätte nächsten Tag schon mittags wieder in einen Bus retour steigen müssen. Und das hätte sich einfach kaum gelohnt. Zwar wäre es sicherlich nett gewesen Richy zu überraschen, aber sich quasi nur für eine Nacht zu sehen ist irgendwie sinnlos. Und die Tickets kosten pro Strecke zwischen 12.000 und 15.000 CLP, das ist es dann auch nicht wert. ich einen Tag mehr gehabt, dann hätte ich es sicherlich gemacht. Ich versuchte auch erst einmal heraus zu finden, wie Richy arbeiten muss. DeVonn wenn er z.B. nur bis nachmittags arbeiten muss, wäre es evtl. doch noch eine Idee gewesen. Ich entschied mich zunächst die Tage erstmal um einen Tag nach Hinten zu verschieben, denn es ist sicherlich nochmal schöner, wenn man Freitag/Samstag frei hat. Denn egal, wo ich dann sein werde, wird sich sicherlich etwas finden, wo man abends ausgehen kann. Da Katharina auch eh noch nach Ovalle musste um Erledigungen zu machen, passte es auch eher in den Plan, wenn ich dann arbeiten würde, dann kann sie alles in Ruhe erledigen. Denn Maraike hatte ebenfalls zwei Tage frei und zwar Mittwoch und Donnerstag, da hätten sich unsere freien Tage also um einen Tag überschnitten. Sie hatte als Ziel auch La Serena ins Auge gefasst und machte sich früh morgens dann mit dem Bus auf Richtung Ovalle und von dort sind es dann nochmal gut 1 ½ Stunden mit einem weiteren Bus. Gut, dass aber von Ovalle quasi alle viertel bis halbe Stunde die Busse nach La Serena fahren. Und die sind dann sogar günstiger, als der Bus, der von und zur Hacienda fährt.

Die Preise sind hier auch etwas komisch kalkuliert:
> Von der Hacienda nach Ovalle oder umgekehrt, zahlt man CLP 2900 $ und von Ovalle nach La Serena oder umgekehrt, zahlt man CLP 2000 $.
Die Fahrtstrecken sind an sich gleich. Aber vielleicht zahlt man auf der Strecke am Rio Hurtado noch einen „Event“-Aufschlag für die abenteuerliche Fahrt? 😊

Inzwischen hatte ich mich auch entschieden, dass ich nach La Serena fahren werde. Erstens lohnt es sich von der Zeit her mehr und Zweitens kann ich dann endlich noch ein paar Einkäufe erledigen. Vielleicht habe ich ja in den 1 ½ Monaten nochmal die Chance ins Valle de Elqui zu kommen. Das würde mich zumindest sehr interessieren. Außerdem muss ich ja auch mal ein Ovni erblicken, die sieht man ja schließlich nur dort. 😊

Und wie, wenn es der Zufall gewollt hätte, meldete sich mein zweiter Couchsurfer aus La Serena bei mir. Schicksal? Eigentlich wollte er mich ja auch auf der Hacienda schon längst besucht haben. Aber nach meinem Geburtstag habe ich nichts mehr von ihm gehört. Hatte mir aber schon gedacht, dass er sich wahrscheinlich noch in Santiago wegen seiner Arbeit aufgehalten hat. Zunächst hatte ich ihn so verstanden, dass er aktuell noch in Santiago bleibt. Meinte dann aber, wenn ich möchte, können wir uns Freitag in La Serena treffen, denn dann fährt er zurück. Na, das passt ja wie die Faust aufs Auge. Noch kurz abgeklärt, ob er mir dann auch seine Couch anbieten kann und der Plan stand. Da er erst nachmittags in La Serena sein würde, könnte ich dann den Tag bis dahin nutzen, um mir noch ein paar Sehenswürdigkeiten anzuschauen und evtl. schon mal einkaufen zu gehen. Wobei ich auch überlegte, nicht lieber erst am Samstag kurz vor der Abreise einkaufen zu gehen, denn direkt am Bus-Terminal befindet sich ein großes Einkaufszentrum. Aber mal schauen, wie es zeitlich so passt.

Die Spätschicht am Donnerstag hatte es dann nochmal in sich. Viele Gäste zum Abendessen und ich alleine mit unserem Koch. Das sollte dann meine erste richtige Bewährungsprobe werden. Schließlich stand ich noch bis halb Elf in der Küche und hatte immer noch Geschirr zu spülen. Zwar haben wir auch eine Maschine, aber die kann man bei viel Essrückständen dann leider vergessen. Denn dann muss man selbst auch noch mal vorspülen und das lohnt dann so gar nicht. Dann musste ich im Büro noch nach dem Rechten schauen, dass Frühstück vorbereiten und war froh, als ich dann endlich alles abschließen konnte. Aber anscheinend sind mir dann doch ein paar Kleinigkeiten durchgegangen. Ein Fenster stand wohl noch offen und ebenfalls die Tür zur Terrasse. Anscheinend hatte vergessen die Tür von Innen zu verriegeln, denn ich war mir sicher, dass ich die Tür geschlossen hatte. Aber gut, nochmal passiert mir das nicht! 😉

Da Elke am nächsten Tag zwei Astronomen vom Flughafen in La Serena abholen musste, konnte ich mit ihr zusammenfahren – perfekt. Zeit und Geld gespart. Zwischen 10  und 11 machten wir uns dann auf den Weg. Gut 3 Stunden Fahrt lagen vor uns, also hatten wir Zeit uns über dies und jenes zu unterhalten. Das verkürzte die Fahrtzeit sehr und es gab noch ein paar Stopps für schöne Fotos in Richtung Küste Denn morgens ist es in La Serena/Coquimbo immer bewölkt, manchmal sogar nebelig und einige der Berge fangen diese Wolken vor dem Tal dann ab. Das erklärt auch, warum es am Rio Hurtado meist wolkenlos ist. Denn wenn, dann kommen die Wolken aus Argentinien rüber, aber nie von der Küste aus.

In La Serena angekommen, entschlossen wir uns, nach einem kurzen Stopp bei ihrem Autohändler, noch leckere Empanadas zu essen. Elke wusste natürlich, wo es die leckersten gibt, jetzt musste man nur durch den Verkehr dorthin finden, denn eine Möglichkeit zu drehen gab es für die nächsten KM irgendwie nicht. Auf dem Weg entdeckten wir dann ein großes Schild, was auf ein Mc Donalds „nuevo“ hinwies. Da war Elke dann plötzlich völlig aus dem Häuschen – denn Mc Donalds gibt es hier sonst nur in einer der Malls und jetzt direkt mit Mc Drive und großem Parkplatz? Und gleich nebenan ein neuer Starbucks – wir waren im Paradies. Und natürlich musste das gleich mal fotografisch festgehalten werden. 😊 Man könnte glatt meinen, wir hätten nicht mehr alle beisammen, aber Mc Donalds und Starbucks sind eben in der Not immer die besten Retter  😉

Dann fuhren wir an die Promenade, die La Serena mit Coquimbo direkt verbindet. Kurz hinter dem Casino fuhren wir dann auf einen Schotterplatz und eine unscheinbare kleine Bude war unser Ziel. Hier bestellten wir jeweils eine Empanada und einen frischen Saft. Wunderbar – Kurzurlaub von der Auszeit, endlich mal wieder in der Zivilisation! Nach unserem kleinen Mittagessen trennten sich dann unsere Wege, denn sie musste zum Flughafen und ich entschied mich direkt ein wenig am Strand zu bleiben und zu überlegen, was ich denn nun mit den nächsten Stunden anfangen werde. Auf der Fahrt zur Promenade hatte ich ein Outlet Center entdeckt – das könnte man ja dann auch mal ansteuern, vielleicht werde ich da ja schon fündig?

Zuvor entspannte ich kurz am Strand und entdeckte in der Nähe glatt einen kleinen Anleger für die Fischerbote. Deswegen hatten sich auch hier direkt die kleinen Büdchen überall angesiedelt. Den Fisch bekommen sie direkt frisch und natürlich zieht das auch die Touristen und Käufer an. Gleich mal ein paar schöne Fotos von den Booten und dem Treiben an der Anlegestelle gemacht. Hier werden einem direkt die Muscheln beim Kauf geputzt und die großen Einkäufer erhalten hier die frischen Muscheln direkt nach Farben verpackt.

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Am Strand lief ich dann wieder zurück und machte mich auf den Weg zum Outlet. Dabei entdeckte ich eine alte Kirche, die leider geschlossen war. Und irgendwie passte sie nicht so recht in das Bild der Küstenpromenade, als wäre sie einfach nur vergessen worden. Zum Outlet waren es dann noch gut 15 Minuten Fußweg und wie der Zufall es mal wieder so wollte, kam ich natürlich am Schriftzug von Coquimbo vorbei – den musste ich natürlich noch schnell auf einem Foto festhalten. Man soll ja auch wissen, wo ich gewesen bin.

Im Outlet gab es allerhand Outdoor und Surf-/Sommerkleidung, aber für mich war leider nichts dabei. Eine Runde gedreht und mal in ein zwei Läden reingeschaut. Das war es dann aber auch schon. Elke meinte zuvor, dass in La Serena einen H&M geben soll. Aber wo denn bitte? In der Mall am Busterminal hatte ich keinen gesehen. Also, schnell mal Google befragt. Und siehe da, es gibt noch eine Mall in Coquimbo – ebenfalls eine Vivo Mall, wie das Outlet, aber eben mit anderen Geschäften. Dann also schnell in den nächsten Microbus Richtung Coquimbo Centro. Zwar hätte man die Strecke auch laufen können, aber 5 km wollte hätte ich in der Zeit, die ich noch hatte nicht geschafft, bzw. dann hätte ich mir wahrscheinlich das Einkaufen sparen können. Am Einkaufszentrum angekommen,  war der Ort der Begierde schnell ausgemacht. Jetzt systematisch noch nach den richtigen Abteilungen suchen und schnell in die Kabine. Aber schon der bei der Unterwäsche die ersten Probleme. Haben die etwa tatsächlich keinen BH in meiner Größer mehr da?? Push-Up muss jetzt wirklich nicht sein. Ein völlig normaler T-Shirt BH würde ja schon reichen. Aber es gab nichts, was auch nur annährend gepasst hätte. Endlich, nach gut 20 Minuten Suche, wurde ich dann fündig, wenigstens 2 Stück. Dann noch schnell nach einem Hemd für die Cabalgatas geschaut, denn da ist besser, wenn man langärmlig unterwegs ist. An den Umkleidekabinen ging es dann recht schnell und ich war innerhalb von wenigen Minuten in einer Kabine. Bei uns bei H&M fast undenkbar. Und dann ging es ans Anprobieren und ich musste wiederum feststellen; Ich habe wohl einige Kilos verloren, was an manchen Stellen, leider nicht so vorteilhaft ist. Am Ende ging ich dann mit den benötigen Sachen aus dem Laden und wollte mich noch nach Schuhen für den Abend umschauen. Aber dann war José auch schon im Anmarsch und ich hatte noch gut 15 Minuten Zeit. Einmal durch die Mall, aber leider war auf die Schnelle nicht wirklich etwas zu finden. Gut, dann halt wie gewohnt, keine schönen Schuhe für den Abend.

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José holte mich netterweise direkt von der Mall ab und zwar mit seinem Auto. Da er gerade aus Santiago gekommen war, war es für ihn nur ein Katzensprung nach Coquimbo rein. Ich hatte ihm aus Versehen zunächst den falschen Ort genannt, also das Outlet, anstatt die Mall, und somit durfte er  vorher noch eine Ehrenrunde drehen – Lo siento! 😉

Dann ging es geradewegs in sein Appartement und erstmal frisch machen. Er war ja schließlich auch eine lange Strecke gefahren und war froh, dass er endlich angekommen war. Dann bezog er schnell ein Bett für mich und ich konnte meine Sache direkt mal im Zimmer ablegen. Wunderbar. Jetzt kann der Abend also eingeläutet werden. Er zauberte noch von irgendwo ein Bierchen her, zur Einstimmung auf den Abend – alles klar. Dann verschwand er für eine Dusche und tauchte erst gut nach 30 Minuten wieder auf – was er da wohl … naaaja. Irgendwo musste aber auch noch etwas Essbares her. Denn er war die letzten zwei Wochen nicht zu Hause gewesen und hatte dementsprechend nicht wirklich etwas im Haus. Er fragte ich kurz, ob Brot und Käse ausreichen würden und dann ging es „mal eben“ zum Mini-Markt „um die Ecke“. Ja, chilenisches „Mal eben“ – das kennen wir ja schon. Zu Fuß waren wir dann gut 10 Minuten erstmal unterwegs. Dann bogen wir in eine Seitenstraße und neben kleinen Bars und Imbiss tauchte dann auch ein Mini-Markt auf, indem sogar frisches Brot gebacken wird. Super! Auf die Brötchen mussten wir kurz warten, der Käse war schnell entdeckt. Zwar hätte ich auch durchaus noch anderen Aufschnitt oder ähnliches gewollt, aber Brot & Käse geht ja immer. Etwas sich am Imbiss holen, wollte er nicht, da es sehr teuer wäre. Ich glaube aber wohl, dass er sich das leisten kann – als selbstständiger Einkäufer/Vertriebler. Noch ein 6-er Pack Bier und zurück ins Appartement. Nachdem wir dann gegessen hatten, wurde erstmal die richtige Musik rausgesucht und eh ich mich versah, forderte er mich zum Tanzen auf. Ähm… hier in der Wohnug? Ich dachte wir würden irgendwo in eine Bar gehen? Das taten wir auch, aber eben erst später. In Chile scheint man auch nicht wirklich vor Mitternacht auszugehen. Aber lustig so zwischen Fernseher und Couch Merengue zu tanzen 😊. Schließlich verließen wir das Appartement in Richtung Promenade und tauchten ein in das Nachtleben von La Serena. Jetzt im Sommer sind neben den Chilenen auch viel Argentinier hier, die hier ihren Urlaub verbringen und/oder Party machen möchten. Die Straßen sind voll, viele suchen einen Parkplatz und es wird allerhand Schnick-Schnack auf der Straße verkauft. Die Bars sind gut gefüllt und von überall tönt Musik – von Latino bis Charts oder anderer tanzbarer Musik. José hatte zunächst eine Cocktailbar vorgeschlagen, die ebenfalls Live-Musik bietet – Tsunami! Wir hatten das Glück noch draußen einen Platz ergattern zu können. Wir teilten uns zwar den Tisch mit einer Gruppe Jugendlichen, aber denen war das herzlich egal – uns auch. Ich bestellte mir einen Rasberry Mojito und José trank Vodka mit Tonic. Ja, der Cocktail hatte es in sich – da macht der Laden seinem Namen alle Ehre. Irgendwann begannen die Musiker wieder zu spielen und ich war überrascht, sie hatten neben Blue und Rock ‘n Roll auch Stücke von Pink Floyd und eigene Songs in petto. Sie schienen ebenfalls keine Südamerikaner zu sein und machten eine richtig gute Stimmung. Ein toller Abend, mit netter Begleitung. Wir unterhielten uns über dies und jenes, wie die Arbeit bei ihm so vorangeht, was sie die nächsten Reisepläne sind – alles in einem Gemisch aus Spanisch und Englisch, aber wir konnten uns verständigen und das ist ja die Hauptsache. Die Band legte zwischendrin eine Pause ein und während des nächsten Auftritts schauten wir dann auch mal auf die Uhr und stellten fest, dass es mittlerweile schon nach 2 Uhr war. Ok, da wir noch tanzen wollten, sollten wir wohl auch mal weiterziehen.

José hatte allerdings sein Handy vergessen, mit dem hätte er sonst noch freien Eintritt für eine Diskothek bekommen können. Wir standen davor und ich merkte, dass ich inzwischen ziemlich müde war. Die Musik die aus dem Club schallte, schien auch eher in Richtung Mainstream zu gehen und ich wollte, wenn schon gerne Salsa, Bachata oder Merengue tanzen. Wobei José auch leider Salsa und Bachata gar nicht so gut kann. Aber Merengue würde mir ja auch schon reichen. Nach ein paar Minuten stand die Entscheidung – Appartement. Da konnten wir dann nochmal die Musik hören, die wir hören wollten und vielleicht auch nochmal das Tanzbein schwingen?! Er wollte jetzt aber auch nochmal gern „meine“ Musik hören und so war klar – Rock ‘n Roll muss her. Gott sei Dank gibt es Youtube! Wir verbrachten noch einen netten Abend, naja eigentlich auch eine nette Nacht zusammen. Am nächsten Tag wollte er dann noch mit mir zum Strand, aber einen, den er mir noch nicht gezeigt hat. Ich war gespannt und freute mich auf ein paar entspannte Stunden am Meer.

Der nächste Morgen….

Viel hatte ich nicht geschlafen, denn die Fenster waren nicht wirklich verdunkelt und der Morgen war sehr hell. Zudem machte sich ein kleiner Kater bemerkbar – naja, ich war ja auch nichts mehr gewohnt. Als ich auf die Uhr schaute, war es gerade mal 8:30 Uhr! Aber an Schlaf war irgendwie nicht mehr zu denken. Nach gut einer Stunde Aufwachprozess, ging es schnell unter die Dusche. Gut, dass ich auch meine Ibos im Gepäck hatte, denn eine werde ich definitiv benötigen. Und dann gab es ein Frühstück der besonderen Art – leckeren Kaffee, die Brötchen-Reste vom Abend davor, Kekse und Honig! Jaaa.. so möchte man an einem Morgen „danach“ frühstücken. ☹ Aber hey, es gab wenigstens ein Frühstück und der Kaffee war echt besser als gedacht. Und wer mich kennt: Ich brauche morgens einen wirklich guten Kaffee!!

Couchsurfer Frühstück

Dann ging es auf Richtung Strand und ich hatte bereits meine Sachen wieder gepackt und mit dabei, denn direkt im Anschluss ging es dann leider auch wieder zum Bus-Terminal. Schließlich musste ich am nächsten Tag wieder arbeiten und dann auch noch Frühschicht! ☹

Der Strand Togoy liegt etwa 30 Minuten südlich von La Serena und ist ebenfalls mit einem Microbus zu erreichen. Gut, dass wir aber mit Josè Auto unterwegs waren, dann ist man natürlich schneller und auf flexibler. Ich muss mir noch etwas einfallen lassen, wie es wieder gut machen kann, dass er so viel fährt und von mir keinen Dollar dafür sehen möchte. Auch beim Essen und den Getränken hatte ich bisher keine Chance. Aber das ist mir in Chile sowieso schon aufgefallen, für die Männer ist es hier selbstverständlich, dass sie selbst zahlen. Aber zumindest bei den Empanadas, die wir dann am Strand gegessen haben, konnte ich mich durchsetzen und durfte sie bezahlen. Zuvor entspannten wir am Strand und ich traute mich nochmal ins Wasser. Dieses Mal, war es nicht mehr ganz so kalt, wie beim letzten Mal in Viña del Mar. Aber man musste mit den Quallen aufpassen, denn die scheinen hier unangenehm zu sein. In meiner Nähe war Gott sei Dank keine zu sehen.

Nach gut 2 ½ Stunden hieß es dann leider retour nach La Serena, denn ich musste einen Bus nach Ovalle spätestens um 16 Uhr nehmen. Alles andere wäre mir zu knapp gewesen – schließlich fährt der letzte Bus von Ovalle zur Hacienda um 19 Uhr und ich wollte noch ein paar Lebensmittel im Lider Supermarkt einkaufen. Zwar hatte Katharina mir auch angeboten mich aus Ovalle mitzunehmen, wenn sie die neue Praktikantin abholt, aber das wäre halt schon um 15:35h am Nachmittag gewesen und das hätte sich noch weniger gelohnt.

Die Fahrt zurück zeigte nochmal ein paar schöne Aussichten auf die Küste und die nahen Berge und ebenfalls eine tolle Übersicht über Coquimbo und La Serena. Ja, doch schon sehr nett hier. Und man hätte hier auch alles, was man zum Leben braucht.

Am Bus-Terminal brachte er mich dieses Mal sogar bis zum Bus und bei der Verabschiedung war klar, er würde mich auf der Hacienda besuchen wollen, zwar erst in 1-2 Wochen, da er viel für die Arbeit erledigen muss, aber gut, ich bin ja auch leider nicht um die Ecke. Er meinte noch, dass die Zeit viel zu kurz gewesen sei, aber ich ja am Freitag schließlich schon mittags in La Serena, wo er noch mit dem Auto unterwegs war. Aber ja, die Zeit war sehr kurz gewesen, aber auch sehr nett 😊. Ich bin gespannt, ob er mich wirklich besuchen wird. Denn vorher hatte er das ja auch schon mal gesagt und es bis dato nicht getan. Hatte sich ja nicht mal mehr gemeldet. Na, mal abwarten.

Auf der Rückfahrt hatte ich dann endlich mal Zeit meine WhatsApp Nachrichten und E-Mails der letzten zwei Tage zu prüfen und zu beantworten. Denn das Datenvolumen wollte ich über die Tage hinweg nicht unnötig verbrauchen. Schließlich hielt mir einer der Busfahrer ein Kreuzworträtsel-Heft auf Spanisch hin, mit dem Kommentar, dass ich doch endlich mal das Handy bei Seite legen sollte. Das hatte ich ja hier nun gar nicht erwartet. Denn die Chilenen sind hier gar süchtig nach den Smartphones, fast schon schlimmer als bei uns. Oftmals scheint das auch eine Flucht nach „draußen“ zu sein, vor allen Dingen, wenn man bedenkt, wie die Leute hier teilweise auf dem Land so leben. Ich schaute mir das Heft dann wenigstens mal an und fand, neben den ganzen fast nicht lösbaren Rätseln zwei Suchbild-Rätsel – ja, die kann ich 😊! Danach versuchte ich mich an einem der Rätsel, bei denen die Schauspielerin von Miss Marple abgedruckt war, vielleicht schaffe ich ja die ein oder andere Zeile. Und es gab tatsächlich ein paar Eingaben, die ich ohne Hilfe tätigen konnte. Den Rest musste ich dann leider doch im Lösungsbereich am Ende gegenprüfen oder gar nachlesen. Dafür ist mein Spanisch aber auch wirklich noch zu schlecht. Aber mal interessant, so kann man eine Sprache dann auch lernen. Dann gesellte sich der Busfahrer, der locker meiätten Onkel sein könnte, zu mir und versuchte eine Unterhaltung mit mir zu starten. Ich verstand, dass er ungefähr eine Stunde entfernt von Ovalle lebt, als Busfahrer sogar bis nach Santiago fährt und schon einen langen Tag hinter sich hat. Er wechselt sich mit seinem Kollegen, der gerade den Bus fuhr, immer wieder ab und würde dann also die nächste Tour zurück nach La Serena wieder fahren.
Er wollte von mir wissen, woher ich komme und was ich mache, das konnte ich ihm soeben noch erklären, danach war es dann eher ein „Si“ und so tun als würde man verstehen, was er einem da gerade erzählt. Dann wollte er irgendwann das Rätselheft wiederhaben und ich dachte mir nichts dabei. Kurze Zeit später gab er es mir zurück, ich sollte es doch ruhig behalten. Ich war etwas irritiert, aber nett, so kann ich ab und an mal schauen, ob ich schon mehr gelernt habe. Dann schlug ich das Heft wieder auf und was durfte ich da lesen – seine Handy-Nummer! Ja sicher! Ich schmunzelte darüber, schließlich hatte ich so gar kein Interesse an näherem Kontakt zu ihm. Aber das war ihm anscheinend egal – ich war eben eine „Extranjera“ und somit schon mal per se interessant.

In Ovalle ging ich dann noch in aller Ruhe in den Supermarkt und kaufte mir endlich mal was zum Naschen und einen wirklich teuren Orangensaft – aber, man gönnt sich ja sonst nichts. An der Pescadoria wieder angekommen, konnte ich den letzten Platz im Bus noch ergattern. Wäre ich nur 5 Minuten später dort gewesen, hätte ich auf der Fahrt zunächst stehen müssen und das will man beim besten Willen nicht! Der Bus startete pünktlich und ich konnte die letzten Stunden nochmal repassieren lassen. War eine schöne Auszeit von der Auszeit gewesen und irgendwie hatte ich das auch gebraucht. In Serón fand abends ein Baile statt und im Bus hatten sich bereits ein paar Gäste eingefunden. Ob die anderen Mädels dort wohl heute noch hinfahren werden? Ich werde es definitiv nicht, denn Erstens bin ich hundemüde und Zweitens – neeee.. ich musste ja auch am nächsten Morgen wieder zur Frühschicht fit sein!

An der Hacienda angekommen, erstmal die Sachen ausgepackt, die neue Praktikantin begrüßt. Sie hat jetzt noch das letzte Zimmer in unserem Haus bezogen und wir beide teilen uns das Bad. Endlich ist dann mal mehr Leben hier in der Bude.

Am nächsten Morgen stand dann also wieder Frühschicht auf dem Programm. Gut, dass Rosa auch wieder da war, somit musste ich das Frühstück nicht alleine vorbereiten. Die Woche war sie im Urlaub gewesen und die Vorbereitungen zu zweit gehen einfach schneller, als alleine. Zumindest, wenn ich es alleine mache. Sie ist da ja schon geübt drin und ich ziehe den Hut davor, wie sie das jeden Tag aufs Neue macht.

Die Spätschicht hatten die anderen Mädels dann alle zusammen. Vielmehr nutze Katharina die Zeit um Steffi in Ruhe alles zu zeigen. Und dann ging es, wie bei mir, auch zu den Pferden. Ich schloss mich dann gleich dem Spaziergang an und so beschnupperten wir uns alle. Steffi hatte ich mich lustiger Weise vorher schon auf Facebook entdeckt, da wir in derselben Gruppe sind – „Urlaub gegen Hand“. Ich hatte dort mein Gesuch für Argentinien eingestellt und sie hatte es kommentiert. Ja, so klein kann die Welt sein. Wenn wir jetzt noch eine Person ehr sind, werden die Schichten auch entspannter werden, gerade wenn dann viele Gäste auf der Hacienda sind und vielleicht hat man dann auch die Chance sich mal zusammen etwas in der Nähe anzuschauen. In Pichasca z.B. gibt es Dinosaurier-Knochen zu bestaunen und weitere Insignien aus vergangenen Zeiten. Das ist von uns mit dem Bus in 40 Minuten zu erreichen und würde sich für einen Tagesausflug mit Sicherheit lohnen.

Eine Woche mit ein bisschen Abwechslung liegt nun hinter mir. Und inzwischen ist hier auch schon Halbzeit für mich auf der Hacienda. Die nächsten Wochen werden sicherlich anstrengend, denn jetzt geht die Hauptsaison erst richtig los. Mehr Astronomen werden hier sein. Einer bleibt sogar gut einen Monat hier. Mal schauen, ob ich mir da noch ein paar Tipps abholen kann. Die kommende Woche hält auch wieder Abwechslung parat – so kann es weiter gehen!

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