Auszeit – Chile – Woche 22

Da ist es nun also – 2018 – neues Jahr, neues Glück? Mhh.. wahrscheinlich eher – neues Jahr, neue Eindrücke, neue Erfahrungen, neue Kenntnisse. So gesehen ein weiteres Jahr, indem man neue Orte, andere Kulturen und Länder entdecken kann. Im März geht es ja schließlich weiter nach Argentinien. Zwar habe ich dafür noch keinen wirklichen Plan, aber so sollte es ja auch sein. Sich einfach mal rein begeben und sehen wohin es einen zieht. Mein Wunsch auf einer Estancia/Hacienda zu sein und das Leben der Gauchos kennenzulernen ist in jedem Fall noch auf meiner Liste. Über workaway habe ich auch schon ein paar Möglichkeiten gefunden und kontaktiert, leider bisher aber noch keine Antworten bekommen. Aber ein bisschen Zeit bleibt mir ja noch und wer weiss, vielleicht geschehen ja auch noch Zeichen und Wunder? Ich lasse mich mal überraschen.

Hier ging es an Neujahr weiter, wie jeden Tag. Ich hatte, Gott sei Dank, Spätschicht und konnte meine müden Knochen also lange im Bett lassen. Das war aber auch unbedingt notwendig. Zur Sicherheit mal eine Ibu eingeworfen, denn genügend Schlaf war es im Endeffekt natürlich nicht. Mir ging es aber nicht so schlecht, wie ich vermutete. Ich traf noch auf Kathi und Maraike, die nach der Feier gerade mal eine halbe Stunde geschlafen haben und dann die Frühschicht gemeinsam durchgezogen haben – Hut ab, ich hätte das definitiv nicht geschafft, oder wäre irgendwann wahrscheinlich im Stehen eingeschlafen. Die Spätschicht war für mich definitiv die bessere Alternative. Wie üblich war noch Wäsche abzuhängen und zu bügeln, nach den Hühnern musste geschaut werden, vielleicht gibt es das ein oder andere Ei und ebenfalls schaute ich nach Früchten für unsere Gäste. Dabei entdeckte ich die ersten reifen Birnen – gleich mal eine probiert. Sehr lecker, aber hätte ich sie vorher waschen sollen? Bei uns wird zumindest nichts gespritzt. Na, wird schon schiefgehen – dachte ich. Gott sei Dank war der Tag nicht so heiß und zum ersten Mal waren sogar recht viele Wolken am Himmel. Auch ein schönes Bild, wie ich finde.

Es stand im Raum, dass in den nächsten Tagen die Besitzerin der Hacienda, für ein paar Tage vorbeikommen wird. Dann würde ich sie also auch endlich mal kennen lernen. Leider ist ihr Mann ja dieses Jahr verstorben und sie hat die Geschäftsführung übernommen. Bestimmt nicht einfach, aber ich finde es gut, dass sie das Erbe ihre Mannes weiter führt. Da sie in Santiago lebt, kommt sie wohl meist für ein paar Tage bzw. Woche im Monat her, um natürlich auch nach dem Rechten zu schauen und evtl. Arbeiten, die anstehen, in Auftrag zu geben und Katharina bei der Verwaltung zu unterstützen. Nur war noch nicht klar, wann sie kommt und wie lange sie bleibt.

Nach dem Abendessen ging es für mich dann auch schnurr geradewegs wieder Richtung Bett. Ein paar Stunden Schlaf mehr konnten mir ja nur gut tun. Auf dem Weg fiel mir dann noch ein, dass ich ja den Vollmond noch ablichten wollte. Wozu habe ich mein Tamron-Objektiv denn dabei? Und schließlich wollte ich mich ja in der Nachtfotografie auch weiter üben. Und mit der richtigen Blende und Belichtungszeit bekommt man dann schon was Tolles aufs Foto gezaubert. Ein paar Versuche hat es aber gebraucht. Danach konnte ich mich zufrieden ins Bett begeben. Übrigens, Maraike kennt nur den Hasen im Mond und nicht wie wir, den Mann im Mond. Könnt ihr ihn erkennen??

Wahnsinn, was man hier alles erkennen kann.

Dann plötzlich mitten in der Nacht bekam ich plötzlich Magenschmerzen und Gänsehaut am ganzen Körper. Egal, wie ich mich versuchte hinzulegen, alles war verkrampft und mein Herz pochte deutlich spürbar. Was war denn da plötzlich los. Spätfolgen der Silvesternacht? Irgendwie versuchte ich durch die Nacht zu kommen. Am nächsten Morgen war ich dann wie gerädert, schaffte es gerade mal bis ins Bad und auch das war schon mit viel Mühe verbunden. Ohje, was gibt das denn jetzt? Mir war schwindelig und mein Magen war extrem angespannt. Die Schmerzen zogen sogar in den Rücken rein. Nicht, dass ich mir noch was mit den Nieren eingefangen habe? Um pünktlich zur Spätschicht zu kommen, kroch ich rechtzeitig aus dem Bett. Vielleicht wird es ja im Verlauf des Tages wieder, wenn ich etwas Essen, viel Wasser trinke und den Kreislauf in Schwung bekomme. Aber schon der Weg vom Haus bis zur Hacienda war überaus anstrengend und ich musste ein, zwei Pausen machen. Eigentlich bin ich ja hart im Nehmen und kann einiges ab, ab das war was ganz anderes.  Oben angekommen war meine erste Station ein Hocker. Maraike traf ich als Erste an und schilderte ihr mein Befinden. Fieber hatte ich aber wohl keines. Katharina war noch unterwegs und so wartete bis sie wieder auf der Hacienda war. Eigentlich sollte ich morgen mit unseren neuen Gästen auf die erste Etappe einer Reittour gehen, aber ob ich das schaffen würde? Ich entschied mich dafür, dass ich mich erstmal wieder hinlege und versuche zu schlafen, vielleicht braucht mein Körper einfach nur noch mehr Ruhe. Katharina gab mir ihr O.K., wir würden dann am Ende des Tages schauen, wer die Reittour an den nächsten zwei Tagen machen wird. Wieder zurück im Haus verkroch ich mich gleich ins Bett. Inzwischen war die Temperatur leider noch etwas angestiegen und es war sehr warm in meinem Zimmer. Also war an Schlaf nicht wirklich zu denken. Ich döste nur für ut 1 – 1 ½ Stunden mal weg und ansonsten vegetierte ich irgendwie vor mich hin. Elke kam noch vorbei um zu sehen, wie es mir geht. Gab mir dann später noch Ibu 600, denn die 800er waren mir dann doch zu viel des Guten.
Am Abend war dann klar, ich werde die Reittour nicht machen können, dafür ging es mir einfach noch zu schlecht. Gott sei Dank konnte Maraike einspringen. Vielleicht kann ich dann den zweiten Teil der Tour machen, je nachdem, wie es mir geht. Mitten am Abend fiel dann plötzlich der Strom bei uns aus. Ok, konnte mir ja erstmal egal sein. Für meinen Schlaf brauche ich erstmal keinen Strom und zur Toilette finde ich auch mit Taschenlampe. Am nächsten Morgen ging es mir nicht viel besser. Elke meinte, wenn es mir nicht bessergehen sollte, fahren wir noch zur Posta in Serón. Die Posta ist eine medizinische Versorgungsstelle in den Dörfern. Für eine erste Hilfe und Diagnose sitzen dort Mediziner, die die einfachen Medikamente zur Verfügung haben. Ich musste etwas in den Magen bekommen und Gott sei Dank hatte Elke Zwieback vorrätig. Leider schmeckt der aber natürlich nicht so, wie bei uns und ist eher extrem salzig. Na, hilft ja nichts. Etwas muss ja in den Magen. Den Tag verbrachte ich dann also im Bett, schaute mir Serien im Internet an und versuchte mich zu erholen und zu entspannen. Aber mit dem Schwindel und den Schmerzen war das nicht so einfach. Am Nachmittag entschied ich mich dann dafür, dass wir doch mal zur Posta fahren sollten. Ich muss ja irgendwie wieder auf die Läufe kommen. Elke holte also unsere Camionetta und auf ging es nach Serón. In der Posta angekommen, waren wir dort die Einzigen und der Mediziner bat uns gleich zu sich herein. Wir schilderten meine Probleme und er begann direkt mit den normalen Untersuchungen. Er kam zu dem Ergebnis, dass ich vermutlich irgendetwas nicht vertragen habe und mir eventuell einen Infekt eingefangen habe – na, ganz großes Kino. Und gegen die Schmerzen gab es dann eine Elefanten-Spritze. Jeder, der mich kennt, weiss, ich liebe Spritzen! Ja, es mag komisch klingen; ich lasse mich tätowieren, aber Spritzen kann ich nicht ab. Klingt komisch, ist aber so. Natürlich gab es die Spritze in den Allerwertesten.  Im Liegen sollte ich mich dann also entspannen. Der Stich an sich war gar nicht so das Problem – eher der Einschuss des Schmerzmittels. Solch einen brennenden Schmerz habe ich auch noch nie gefühlt. Der zog sogar bis ins linke Bein runter. Und ebenfalls, als die Spritze schon längst rausgezogen war, fühlte es sich tierisch unangenehm an. Ja, ich weiss schon, warum ich Spritzen nicht leiden mag. Ich blieb noch einen Moment liegen und als ich dann aufstand war klar, auf der Rückfahrt könnte ich erstmal nur auf einer Po-Hälfte sitzen. Na hoffen wir mal, dass es hilft. Dann gab er mir noch drei Beutel eines Pulvers mit, dass ich in einem Liter abgekochtem Wasser auflösen und dann trinken sollte. Es soll helfen den Magen wieder zu normalisieren. Zudem viel trinken, kein Gemüse, keine Früchte. Okay, dann wird’s wohl auf Reis ohne alles hinauslaufen. Wieder an der Hacienda angekommen, ging es zunächst in die Küche, sehen, ob für mich schon den Reis gekocht worden war und um ein paar Lebensmittel mit zum Haus nehmen, ebenfalls etwas zu Trinken. Elke verabschiedete sich dann schon mal und ich wartete auf meinen Reis. Dann überlegte ich noch, dass ich mir einen Apfel ja abkochen könnte und direkt mit dem Reis zusammen essen könnte. Ähnlich wie Apfelmus. Wieder im Haus machte ich mich direkt an die Arbeit. Kochte das Wasser ab und löste das Pulver darin auf und kochte den Apfel ab um ihn dann mit ein bisschen Reis zu essen. Danach ging es dann erstmal wieder ins Bett. Mein Körper war müde und mein Geist ebenfalls.

*bäh* – einfach eckelig!

Später versuchte ich das abgekühlte Wasser mit dem Pulver zu trinken und wusste gleich nach einem Schluck – Neeee, das Zeug bekomme ich nicht runter. Sowas von salzig, ähnlich wie beim Basen-Fasten. Nein, Danke!

Dann fiel plötzlich bei uns auch noch das Wasser komplett aus. Was kommt denn bitte noch? Und besonders bescheiden, wenn man bedenkt, dass ich ab und an eben zur Toilette muss! In der Nacht ging es dann eben einmal ohne Spülung aufs Klo – am nächsten Tag sorgte ich für Wasser, indem ich mit unserem Putzeimer zum Fluß torkelte, damit man wenigstens die Klospülung betätigen konnte und sich frisch machen konnte. Konnten wir ja echt gerade auch noch gebrauchen. Viel konnte ja jetzt eigentlich nicht mehr passieren. Außer ein größeres Erdbeben, bei dem uns dann noch die Decke auf den Kopf fällt. Aber ich will das mal nicht beschreien. Zwei kleine Erdbeben habe ich hier in der Zeit schon mitbekommen. Die sind hier aber so minimal, dass man nur die Fensterläden ein bisschen wackeln hören kann und es sich eher so anfühlt, als würde ein dicker Laster direkt am Haus  vorbei fahren.

Langsam ging es mir besser. Aber viel konnte ich mir noch nicht zumuten. Ein bisschen Wäsche waschen und mal kurz an die frische Luft, danach wollte mein Körper aber gerne wieder in die Waagerechte. Aber ich war guter Dinge, dass es am nächsten Tag zumindest wieder langsam mit der Arbeit klappen könnte. Elke traf ich dann nachmittags wieder an und wir kamen mal so richtig ins Gespräch. Dabei erzählte sie mir, dass sie und ein paar der anderen Kollegen ebenfalls Kopf und Magenprobleme hätten. Ohje, hat es etwa alle von der Hacienda jetzt erwischt? Dann war es wohl doch nicht die Birne, wie ich zunächst vermutete. Oder habe ich jetzt etwa alle angesteckt? Aber ein Magen-Darm-Virus scheint wohl auch hier im Tal umzugehen und das wohl schon eine ganze Weile.

Unser Gespräch vertiefte sich schließlich und sie erzählte mir von ihrer Zeit im Himalaya. Dort hatte sie für eine Zeit als Englisch-Lehrerin ausgeholfen, in einem Hilfsprojekt eines guten Freundes. Dabei hatte sie das Glück den Dalai Lama zu sehen, der während der Zeit im Kloster dort zu Besuch kam. Und am Ende, gegen wohl entsprechende Vorgaben, kam er sogar auf sie zu und hat ihr die Hand gereicht, sie gefragt, woher sie denn kommt und ihr alles Gute gewünscht. Davon gab es dann sogar ein Beweis-Foto, zwar nur ein „Hüftschuss“, aber der Moment wurde festgehalten. Schon irgendwie unvorstellbar – aber die Realität. Ja, solche Geschichten hört man nicht, wenn man zu Hause auf dem Sofa bleibt. Ich hoffe ich treffe auf noch mehr Menschen mit interessanten Geschichten aus ihrem Leben. Im weiteren Verlauf unseres Gesprächs ging es dann noch um Beziehungen, Depressionen uvm. – schließlich stand Katharina in der Tür und hatte noch ein paar Sachen für den nächsten Tag zu klären. Unter anderem, dass die Cabalgata-Gäste aus den USA gerne an den letzten beiden Tagen auf Tagestouren ausweichen wollten, anstatt noch weiter zu Campen. Da musste jetzt also entschieden werden, welche Touren und wie das preislich sich gestalten würde. Da ich wieder auf die Läufe kommen wollte, fragte ich an, wann ich denn am nächsten Tag Schicht hätte. Spät stand für mich dann auf dem Programm. Ebenfalls am Tag darauf. Danach den Tag, also Sonntag, könnte ich, wenn ich wieder fit soweit bin, einen weiteren Inka Trail begleiten. Dieser würde dann als Ersatz für unsere US Gäste stattfinden. Wunderbar. Dann hoffen wir mal, dass ich bis dato wieder soweit fit bin. Denn nach ein paar Tagen im Haus/Bett, kann man schon fast von Lagerkoller sprechen. Mich hatte schon lange nichts mehr derartig umgehauen. Was auch immer es war – mein Magen war erstmal gezeichnet. Da hieß es dann weiterhin erstmal – Schonkost. So gern ich auch etwas „Leckeres“ Essen wollte. Aber der Magen sperrte sich dagegen und auch die Menge war eher gering. Eigentlich ja eine sehr gute Diät, aber nicht, wenn diese durch Schmerzen gekennzeichnet ist.

Am nächsten Morgen versuchte ich also noch ein wenig zu entspannen und startete eher gemütlich in den Tag. Kaffee traute ich meinem Magen noch nicht zu und nach einem halben Brötchen war bereits Schicht im Schacht. Ja, wer mich kennt, denkt sich auch – „Ehrlich jetzt?“ 😊

Ein kurzer Abstecher zum Fluß und bevor es dann an die Arbeit ging, noch eine Runde in der Hängematte chillen. Ich frage ich bei manchen Aufgaben hier, die von uns Praktikanten erfüllt werden müssen: falsche Rollenverteilung? An diesem Tag stand für mich also unter anderem noch „Äpfel aufsammeln, Geschirr sortieren (alles mit Macken in den Keller), Blumenvasen neu bestücken“ auf dem Programm, neben den allgemeinen Tätigkeiten der Spätschicht. Also ran an die Äpfel. Harke, Schüppe und Schubkarre parat, dann kann es ja losgehen. Bei Zusammenharken und Aufsammeln fiel mir dann auf, dass der Weg auch mal vom Unkraut und Löwenzahn befreit werden könnte. Und wenn ich gerade mal dabei bin, kann ich das ja erledigen. Aber warum eigentlich nicht einen Gärtner? Ach ja, der läuft hier gerade mit dem Wasserschlauch und Gießkanne rum und gießt die Blumen – so viel nochmal zum Thema „Rollenverteilung“. Nach gut einer Stunde Arbeit waren alle Äpfel gesammelt und das Unkraut und Laub vom letzten Winter ebenfalls entfernt.  Dann konnte ich mich an die übrigen Aufgaben begeben, somit verging die Schicht dann auch wenigstens wie im Flug. Mit meiner Chefin hatte ich in den kommenden Tagen wenig Kontakt, dieser war aber nett und wir konnten uns gut unterhalten. Zwar schaut sie immer zweimal nach, ob man vielleicht Hilfe braucht oder vernünftig arbeitet, aber das wusste ich ja vorher schon.

Mit dem Essen, welches es zu mir nehme musste ich noch gut aufpassen. Mein Magen rebellierte ziemlich, wenn es etwas Aufwändiges, bzw. viel gewürzt war. Und auch die Portionen, die ich essen konnte, waren eher klein. Ein halbes Brötchen – danke reicht, nur ein bisschen Kartoffelbrei und Gemüse und mein Magen wollte nicht mehr. Auch eine Art von Diät irgendwie, nur blöd, wenn man dabei dann noch Schmerzen hat. Zum Wochenende wurde es dann stetig immer besser und ich konnte am Sonntag endlich wieder Reiten gehen. Da sich die Gäste aus den USA für den Inka und den Sierra Trail entschieden hatten, durfte ich endlich wieder aufs Pferd. Und so zogen wir dann am Sonntag früh um 10 Uhr los zum Cerro Blanco. Den Trail kannte ich ja bereits und so konnte ich mich erneut auf die Landschaft konzentrieren und endlich auch ein paar Fotos vom Aufstieg in die Berge machen. Ist schon eine beeindruckende Landschaft und wie so oft weiss man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Aussicht zu bestaunen.

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Wie schon beim letzten Mal machten wir eine kleine Trinkpause und dann ging es noch ca. 1 Stunde weiter bis zu unserem Rastplatz an der alten Ziegenscheune. Wir unterhielten uns viel übers Reisen, welches die nächsten Ziele sind und was uns jeweils bewegt hatte, hierher zu kommen. Immer wieder interessant mit anderen Reisenden zu sprechen und deren Beweggründe zu erfahren. Nach gut einer Stunde Pause ging es dann weiter Richtung des alten Arganöl-Baumes, der nun schon geschätzte 2000 Jahre hier steht. Ganz alleine und irgendwie hat er etwas Zauberhaftes an sich, oder?

Dann ritten wir weiter zu den Inka Zeichnungen und dieses Mal fiel mir ein Detail auf, welches ich beim ersten Mal gar nicht gesehen hatte. Ein Stein hatte eine Vertiefung und daneben lagen zwei Mörtel aus Stein. Rene erklärte uns, dass darin sozusagen die „Farbe“, mit der sie die Zeichnungen angefertigt haben, hergestellt wurde. Mit Wasser und wohl Knoblauch, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Das würde aber auch die eher weisse Farbe der Zeichnungen erklären.  Katharina hat sich davon inspirieren lassen und möchte sich nun eine Sonne der Inkas tätowieren lassen. Ich werde sie wahrscheinlich dann zu ihrem Termin begleiten und „Händchen halten“ und wer weiss, vielleicht komme ich auch noch mit einem weiteren Souvenir zurück? 😊

Der Abstieg vom Cerro Blanco bescherte uns wieder einen tollen Ausblick auf die umliegenden Berge und Curicana ließ es sich nicht nehmen ihr Hinterteil an einem bestimmten Strauch wieder zu Kratzen. Eigentlich sollten wir sie Balu nennen. 😉

 

Am Ende ging es zur Abkühlung wieder durch den Fluß hoch zur Hacienda und wir hatten zufriedene Gäste, die sich schon auf den kommenden Trail am nächsten Tag freuten. Den darf ich dann auch wieder begleiten und ich bin gespannt, was wir sehen werden, den diesen Trail kenne ich auch noch nicht.

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