Auszeit – Chile – Woche 16

Bis zu meinem Abflug nach Calama waren es jetzt noch 3 Tage. Das erste Mal für mich in einer Wüste. Spannend.
Folgende Sehenswürdigkeiten und Touren kamen für mich da in Frage:

  • Valle de la Luna
  • Valle de Mortes/Marta
  • Geysire
  • eine der vielen Lagunen & nat. Thermalquellen
  • ein mehrtägige Tour nach Bolivien

Ich hatte mir für diese Unternehmungen 7 Tage eingeplant. Doch während meiner weiteren Recherchen bin ich noch auf zwei weitere Sehenswürdigkeiten gestoßen, die leider etwas abseits an der Küste liegen. „La Portada“ bei Antofagasta und „Mano del Desierto“ mitten in der Wüste, an der Ruta 5, der Panamericana. Aber ob es sich lohnt, dafür einen Abstecher an die Küste zu machen? Weitere Entscheidungen mussten also noch getroffen werden.

Leider scheint mir nicht nur die Sonne einen verpasst zu haben, sondern auch eine Erkältung machte sich stark bemerkbar. Die erste Nacht im Appartement war die Hölle, denn Halsschmerzen hielten mich wach. Gut, dass ich in meiner Reiseapotheke ein paar Mittelchen hatte, die die Schmerzen mindern konnten und für die Schnupfnase war ich auch vorbereitet. Irgendwann machte ich mich dann auf den Weg raus an die frische Luft. Luis hatte mir noch erklärt, wo der nächste kleine Supermarkt zu finden war. Zuvor hatte ich mir einen Multi-Cache in der Nähe rausgesucht – so konnte ich die Gegend noch etwas entdecken. Zu Beginn hatte ich noch eine tierische Begleitung. Einer der vielen heimatlosen Hunde folgte mir und wich mir zunächst gar nicht von der Seite. Erst in der Nähe eines Cafés trollte er sich davon. Allein in Santiago gibt es über 1 Millionen Hunde, die auf der Straße leben. Aber die Chilenen stellen stets Wasser und Futter raus und dulden die Tiere.
Die Stationen waren recht eindeutig – aber im Endeffekt konnte ich mir aus den jeweiligen Informationen keinen Reim machen. Die D-Wertung war allerdings auch bei 3,5 und bisher hatte noch keiner den Cache gemacht oder gefunden. Da musste ich mir doch glatt mal Rat bei meiner Lieblings-Geocache-Begleitung einholen. Aber leider kamen wir auch zusammen zu keinem Ergebnis. Schade, aber dann halt nicht. Ich bin halt aber auch einfach zu mies im Rätsel raten und knobeln. Die Route führte entlang eines sehr schönen Teils der Stadt. Hier ist eigens für Radfahrer und Jogger ein Grünstreifen angelegt worden. Und sonntags wird sogar ein Teil der Straße gesperrt, damit die Bewohner ebenfalls die Straßen mit nutzen können. Nette Idee.

Nachdem ich beim Cachen nicht erfolgreich war, ging es noch schnell zum Supermarkt. Erstmal ordentliches Kaffeepulver besorgen, denn Luis hatte leider (für mich) keinen schmackhaften Kaffee. Gleich noch Toast, Getränke und Wurst mitgenommen. Denn ich wollte mich ja wenigstens irgendwie beteiligen. Beim Couchsurfen bekommt man ja netter Weise Couch, Bad und die Nutzung der Küche ohne Kosten zur Verfügung gestellt.

Luis war auch zurück vom Sport und musste aber abends zu einem extra Unterricht, da der Professor an der Uni krank gewesen war und heute den Unterricht nachholte. Somit hatte ich Zeit mir endlich Gedanken über mein Tattoo zu machen. Denn das wollte ich in Santiago stechen lassen und dazu hatte ich ja nun nicht mehr viel Zeit. Also suchte ich nach Tattoo-Studios in der Nähe. Nach weiterer Info von Luis, inzwischen hatte sich die Stimmung etwas geändert, entschied ich mich einfach mal bei einem der Studios vorbei zu schauen. Mir kam es so vor, als wenn ich Luis mit meiner Fragerei auf die Nerven gehen würde. War mir dann aber auch egal – wenn er ein Problem damit hat, kann er ja auch was sagen. Also auf Richtung Galeria Lyon. Dort befanden sich einige Studios in unmittelbarer Entfernung. Meiner Intuition folgend entschied ich mich zunächst für Paus Tatuajes. Der Laden machte einen sehr guten Eindruck. Nachdem ich mit meinem Spanisch nicht ganz vermitteln konnte, was ich wollte, ging es über zu Englisch und Bilder wälzen auf Vorschlag des Inhabers. Schließlich übergab er mich an einen seiner Tattoowierer – Criz aus Brasilien. In einem Mix aus Spanisch, Englisch und Portugiesisch besprachen wir dann die Details. Ich sollte ihm dann per Mail einfach die Designs zuschicken, die mir gefallen würden. Dann würde er daraus einen Vorschlag erstellen und schon für den nächsten Tag hatte ich einen Termin. Der Preis wurde auch gleich ausgehandelt – mehr als $ CLP 80.000 würde es mich dann nicht kosten.

Eigentlich hatte ich noch vor gehabt Luis ein Bananenbrot zu backen, da er das so lecker fand. Jedoch hätte ich dazu jegliche Zutaten kaufen müssen und da ich in Deutschland auf eine Backmischung zurückgegriffen habe, hätte ich es vermutlich nicht so hinbekommen. Dann eben schnell Bananen-Muffins gekauft, als kleine Entschädigung. Als Abendessen standen mal wieder Nudeln auf dem Plan. Nachdem ich am Abend zuvor den halben Herd unter Suppe gesetzt hatte, dachte ich mir, da kann dann nichts schiefgehen. Tomatensauce hatte ich noch und das Gemüse aus dem Kühlschrank durfte ich gern benutzen. Thunfisch hatte er auch noch da – nur leider scheiterte ich schon beim Öffnen der Dose. Gut, dass Luis während meiner Kochaktion wiederkam, so konnte er mir da ganz fix helfen. Bedankte sich fürs Kochen und verschwand dann wieder ganz schnell in sein Schlafzimmer. Zusammen gegessen wurde leider nie wirklich. Aber gut, wenn er seine Ruhe haben will, lasse ich sie ihm. Allerdings brauchte ich nochmal seinen Rat bzw. Hilfe wegen eines Bustickets für die Strecke von Calama nach Antofagasta und für ein Mittel gegen den trockenen Hals und meine Erkältung. Der Plan stand: Laufen zur nächsten Metro – dort vorher zur Pharmacia und zum Schalter von Tur Bus, danach direkt Richtung Templo de Bahia’a und nachmittags retour, da ich dann den Tattoo-Termin hatte. Auf dem Weg wollte ich mir noch ein Busticket von Calama nach Antofagasta sichern – denn ich hatte mich entschieden nicht direkt von Calama nach San Pedro zu fahren, sondern mir doch noch Antofagasta samt der Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Über Google hatte ich einen lokalen Tourenabieter gefunden, der eigens für mich die Tour dann fahren würde. Sehr nett. Klar, das kostet dann natürlich ein paar Pesos mehr – aber egal. Dann machte ich mich im Internet auf die Suche nach ein paar schönen Tattoos für mein Motiv und schickte sie an den Tattoowierer. War gespannt, was er daraus zaubern wird.

Am nächsten Morgen ging es dann früh raus zum „Templo de Bahia’a“ – von dort sollte man nochmal eine schöne Aussicht auf die Stadt haben und ich fand den Tempel architektonisch sehr interessant. Luis begleitete mich hier auch netter Weise. An der Metro angekommen wollte er direkt zu den Gleisen und ich fragte nach, ob wir nicht erst zur Pharmacia und zu Tur Bus gehen wollten. Er hatte das inzwischen vergessen und meinte, dass ich daran ja ein Interesse hätte und ich nochmal etwas hätte sagen müssen. Ich dachte mir allerdings nicht, dass er das innerhalb von ein paar Stunden wieder vergessen würde. Die Stimmung war mal wieder leicht angespannt. Also schnell zur Pharmacia – Tur Bus könnten wir erst auf der Rückfahrt machen, da der Schalter an einer anderen Station ist. Ok, dann auf in die Metro – an der Av. Grecia wechselten wir in den Bus – und dann wurde es abenteuerlich, denn wie schon erwähnt, fahren die Busfahrer hier ein bisschen auf Risiko – aber bisher ist glaube ich dadurch hier noch niemand ums Leben gekommen 😉

Ausstieg an der letzten Station und dann hieß es steil bergauf entlang der Zufahrtsstraße in brennender Hitze – aber schöner Natur. Immerhin. Gut, dass ich richtig gekleidet war, Sonnenspray benutzt und auch dabeihatte. Ebenfalls Wasser war natürlich notwendig. Nach gut 30 Minuten Fußmarsch erreichten wir dann dan Tempel. Er erinnert mich etwas an den Palast der kindlichen Kaiserin aus der unendlichen Geschichte. Sehr futuristisch – aber auch sehr nett anzusehen. Drumherum gibt es eine schöne Parkanlage die man durchlaufen kann. Viele Bäume spenden Schatten und bei klarem Wetter und wenig Smok, kann man einen tollen Ausblick auf Santiago genießen. Im Temple selbst herrscht totale Stille und Foto-Verbot – Ups, da hatte ich dann schon eins gemacht – Lo siento!

Nach einem kurzen Spaziergang und einer Rast unter einem er Bäume ging es dann langsam wieder retour. Luis hatte glaube ich nicht wirklich Lust gehabt mitzukommen, zumindest betonte er deutlich, dass er das nur für mich gemacht hat. Und als wir wieder in der Stadt waren, ging es schnell noch zu Tur Bus – die mir sagten, ich sollte vor Ort ein Ticket kaufen, denn wenn ich es zeitlich nicht schaffen würde, würde das Ticket auch leider verfallen – yeah. Dann auf Richtung Tattoo-Studio, Luis zeigte mir noch schnell, wo es Wechselstuben gibt und verabschiedete sich dann geradewegs zu seinem Zuhause. Da die Zeit inzwischen knapp war, bin ich direkt zum Studio – nach kurzer Wartezeit kam Criz dann schon auf mich zu und zeigte mir seinen Entwurf. Ganz zufrieden war ich damit noch nicht, da er nicht ganz meinen Vorstellungen entsprach. Also verbrachten wir noch gut 30-45 Minuten damit, den Entwurf anzupassen. Schließlich ging es dann um 17:30h endlich los – Termin war angesetzt für 16 Uhr. Aber ich hatte ja Zeit. Das komplette Tattoo ist im Dot-Stil gestochen. Also eine sehr anstrengende Art zu Tätowieren und es verlangt volle Konzentration vom Tätowierer, als auch von mir, denn ich darf ich mich natürlich dann auch nicht bewegen – und die Zeit verging. Wir hatten 2 Stunden angesetzt und letztendlich waren wir erst gegen 20:30h fertig – mhhh.. hoffentlich  ändert das nichts am Preis. Das Kunstwerk auf meinem Arm kann sich aber auch echt sehen lassen. Dann wurde ich zur Kasse gebeten und war erstaunt – er wollte nur $ CLP 70.000 haben – perfekt!

Dann schnell ab Richtung Appartement, denn ich musste noch etwas essen und packen – Luis eröffnete mir dann noch, dass er mich doch nicht zum Flughafen begleiten kann, er müsste zu Hause bleiben, da er ja abends noch eine Prüfung schreibt – ja, danke! Das habe ich dann auch verstanden. Also musste ich jetzt schauen, wie ich am schnellsten und evtl. günstig zum Flughafen komme. Schließlich entschied ich mich dann für Uber – nicht wirklich legal, aber es sollte günstiger sein als ein Taxi. Hierbei handelte es sich um private Fahrten, d.h. die Leute verdienen sich ein kleines Zubrot dadurch. Der Preis war zwischen $ CLP 13.000 – 17.000 angesetzt. OK, etwas günstiger als ein Taxi. Aber Metro, Bus und Co kamen eh nicht in Frage. Uber also vorbestellt und dann ging es ans Packen. Etwas gestresst fiel ich dann später als gedacht ins Bett.

Mein Wecker klingelte früh um 7:30h – aber ich hatte ja nicht viel zu tun, außer mich fertig zu machen und meine Sachen zu schultern – die Verabschiedung von Luis war eher kalt. Keine Ahnung was letztendlich vorgefallen ist, aber gut, ist dann so. Der Uber-Fahrer war ein junger Student aus Chile und wir hatten eine sehr nette Fahrt. In „Spenglisch“ ist das auch mal ganz lustig. Er brachte mich dann auch noch zum richtigen Counter und verabschiedete sich freundlich. Der Preis war allerdings höher als angekündigt – laut Uber wäre die Nachfrage sehr hoch gewesen – ahhja. Egal. Dann ging es also ab in die Schlange vor dem Counter. Eigentlich hatte ich schon eingecheckt – hier musste ich dann aber selbst nochmal am Automaten das Ticket ziehen und dann weiter in die nächste Schlange zur Gepäckabgabe. Gut, dass ich Zeit eingeplant hatte, denn es ging zunächst gar nicht vorwärts – darüber regten sich bereits schon weitere Fluggäste auf – aber ich hatte ja noch Zeit.

Endlich war mein Backpack auf dem Band und ich machte mich langsam auf den Weg Richtung Sicherheits-Check. In Chile darf man all das nicht mitnehmen, was als Waffe einsetzbar ist oder wäre und gefährliche Stoffe und Flüssigkeiten. Allerdings alles andere ist kein Thema und wollen sie auch nicht sehen. D.h. man kann beruhigt seine Getränkeflasche durch den Scanner schicken und auch jegliche Cremes anderer Art scheinen Problem. Gut zu wissen – dann muss man nicht mehr seine Flasche schnell leeren oder gar wegwerfen. Innerhalb von ein paar Minuten war ich durch den Check und dann dauerte es auch nicht mehr allzu lange bis zum Boarding. Die Maschine war nicht mal halb voll, sodass ich eine ganze Reihe für mich hatte – super! Aber für 2 Stunden Flug wäre das eigentlich auch egal gewesen. Dann hieß es also Abschied nehmen von Santiago und gespannt sein auf den Norden bzw. die Atacama Wüste.

Zunächst konnte ich aber einen tollen Blick auf die Anden werfen und falls ich mich nicht irrte, konnte man sogar ganz weit in der Ferne Argentinien erblicken. Ich wechselte schließlich die Seite denn auch auf der anderen Seite waren massig Reihen frei. Musik auf die Ohren und die Augen nach draußen gerichtet – so verging der Flug dann auch im Flug. Allerdings gab es zwischendurch die ein paar kleine Turbulenzen, hätte ich so gar nicht mit gerechnet. Calama hat einen ganz kleinen Flughafen und somit war man schnell aus der Maschine, flott am Band und da war dann auch schon das Gepäck parat. Wenn das nur immer so wäre!

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Jetzt musste ich irgendwie vom Flughafen zum Bus-Terminal kommen. Am Ausgang wurde man gleich von mehreren Promotern abgefangen – und dann sah ich Tour Bus Magic, die hatte ich zuvor im Internet auf der Flughafen-Seite entdeckt. Mit denen sollte es für wenig Geld nach Calama gehen. Ab zum Schalter und das Ticket hatte ich sicher – allerdings würde der nächste Bus erst gut in einer halben Stunde fahren – ok, dann warten wir mal. Die Zeit verging und es kam kein Bus – ich wurde immer weiter vertröstet und meine zuerst geplante Zeit um den Bus nach Antofagasta zu nehmen wurde immer unwahrscheinlicher – gut, dass ich noch kein Ticket für diese Fahrt gekauft hatte. Inzwischen warteten noch weitere Passagiere. Wenn ich ein Taxi oder so genommen hätte, wäre ich schon längst in der Stadt gewesen, denn die ist Luftlinie nur einen Katzensprung entfernt. Schließlich traf der Bus ein, doch dann hieß es, er würde nicht am Bus Terminal für die Fernbusse von Tur Bus halten – ja wieso das denn nicht? In der Nähe von Pullman Bus wurde ich schließlich abgesetzt und dank netter Hilfe vom Promoter stand ich dann bei denen am Ticketverkauf –  allerdings wollten die auch etwas mehr Geld für die Fahrt haben – aber um zum Bus Terminal zu kommen hätte ich entweder 20 Minuten laufen müssen oder mir ein Taxi nehmen – dann kann ich auch direkt hier ein Ticket für den nächsten Bus nehmen. Gut 10 Minuten später ging die Fahrt dann auch schon los. In Antofagasta würde ich also jetzt am frühen Abend eintreffen – na hoffentlich finde ich vom Bus-Terminal dort dann auch zum Hostel – aber zur Not habe ich Google und dann muss ich halt wen fragen.

Die Fahrt ging durch eine andere Welt – oder gar einen anderen Planeten? Ich war nie zuvor in solch einer Wüste gewesen und ich konnte gar nicht fassen, wie trostlos so etwas aussehen kann – aber gut, es ist ja auch eine Wüste. In diesem Teil von Chile befinden sich zudem einige Minen und somit tun sich plötzlich riesige Maschinen in der Landschaft auf, die die Wüste wie einen überdimensionalen Sandkasten aussehen lassen. Es folgen Ruinen aus alten Minen-Zeiten, oder auch Wracks entlang der Route, die einfach sich selbst überlassen werden. Fast schon gespenstisch. Aber irgendwie hat es auch etwas Besonderes. Nun findet man auch größere Mahnmale für Verunglückte entlang der Straße. Die Chilenen sind meist alle katholisch und sehr gläubig und ihren Verstorbenen setzen sie damit richtige Gedenkstätten – die dann teilweise aber auch einfach verkommen. Die Natur holt sich nach gewisser Zeit – alles!

Um nach Antofagasta zu kommen, durchquert man ein kleines Gebirge und hier fangen sich gern die Wolken – somit kommt man u.U. von strahlendem Sonnenschein gern mal in den Regen oder es zumindest total Wolken verhangen. Wir fuhren am Norden der Stadt ein und ähnlich wie in Valparaiso empfand ich diese Stadt nicht als sehr schön – vor allen Dingen, weil ich meist nur Wüste zu finden ist und die Bauten entsprechend aussehen. Halt, wie aus einer anderen Welt – wobei, wenn die Chilenen nach Europa kommen, werden sie vermutlich genauso denken 😉

Am Bus-Terminal schloss ich mich dann mit anderen Reisenden zusammen und wir teilten uns ein Taxi. Sie kamen aus den USA und würden morgen direkt weiter nach Peru fliegen – denn da wartet jetzt noch, als letzter Teil der Reise, der Inka-Trail auf die drei Jungs. Zuvor waren sie auch in der Atacama Wüste und durch halb Südamerika unterwegs gewesen. Sahen auch schon etwas, naja, sagen wir in Mitleidenschaft gezogen aus. Nur eine Nacht im Hotel und dann weiter mit dem Flugzeug. Eine kurze nette Fahrt und ich wünschten den Jungs noch viel Spaß und Glück für die Weiterreise. Ich steuerte dann das eiLe Hostel an und wurde nett empfangen. Und wie der Zufall es so wollte, war ich mit zwei Mädels aus Deutschland in einem Zimmer. Später stellte sich noch heraus, dass 80 % der Gäste deutschsprachig waren. Da bist du irgendwo im Norden von Chile…

Ich schloss mich den Mädels für ein Abendessen an und wir erkundeten kurz die nähere Umgebung. Dabei plauderten wir über unsere Reisen. Eines der Mädels war zuvor in Kanada mit workaway gewesen und hatte dort u.a. auf einer Büffel-Ranch gearbeitet – durchweg positive Erfahrungen. Ihre Freundin war zuvor in Kolumbien auf Reise gewesen und schwärmte von einem tollen Land. Sie hatte auf ihrer Reise keinerlei Probleme, auch alleine als Frau, und hatte sich teils mit einem Lehrer zusammengetan, aber war eben auch alleine unterwegs. Beide bevorzugen es alleine zu reisen, denn dann muss man keine Kompromisse machen und kann tun und lassen wonach einem der Sinn steht. An sich finde ich das eine gute Sache, aber ich für mich empfinde es bisher auch alleine anstrengend, denn es hilft einem keiner bei Entscheidungen und auf dieser Welt gibt es leider inzwischen so viele Möglichkeiten, egal ob Reisen oder im Alltag, dass man sich kaum entscheiden kann. Zumindest geht es mir so. Nun haben sich die beiden Freundinnen in Chile getroffen, um einen Teil zusammen zu reisen. Für eine der beiden geht es danach dann nach Hause und für die andere geht es in den Süden Chiles – evtl. möchte sie auch einen Teil total alleine wandern – sie weiss es aber noch nicht und muss sich noch informieren. Na dann, viel Glück auf diesem Wege. Um Weihnachten rum trifft sie dann auf ihren Freund, der sie im Süden besuchen wird. Ja, so sollte das auch sein! Allerdings sind die beiden auch schon seit gut 10 Jahren zusammen und sie ist des Öfteren alleine unterwegs – Hut ab!

Für den nächsten Tag stand dann die gebuchte „private“ Tour an. Um 9 Uhr wurde ich überpünktlich am Hostel abgeholt. Leider war der Himmel noch wolkenverhangen. Der erste Stopp war dann La Portada nördlich oberhalb der Stadt. In den letzten 10 Jahren hat es mehrmals Steinschläge gegeben, sodass der ursprüngliche Weg entlang der Klippen und zum Strand gesperrt wurde. Jetzt hat man nur noch oberhalb der Klippen die Möglichkeit einen Blick auf die Felsformation zu werfen. Die Regierung hatte sogar ein Museum errichten lassen, dass ist aber heute nur noch für Schulklassen zugängig. Sehr schade – vieles in Chile wird mit der Zeit sich selbst überlassen. Es sei denn es gibt jemanden, der das Geld übrig hat und es dann aufwändig restaurieren lässt. Aber das ist eher wenig der Fall. Hier hatte auch jemand ein Stück des Bereichs gekauft und angefangen es neu zu machen. Fertig gestellt wurde es aber bis heute nicht.

Hier dann mal nicht nur Fotos von, sondern auch mal mit mir 🙂 – denn der Guide hatte natürlich auch eine Kamera dabei.

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Leider zeigte sich die Sonne nicht an diesem Morgen, aber auch mit Wolken bekommt man ein paar schöne Fotos. Entlang der Küste leben hier zudem … …. ….. Juntas ziehen ihre Kreise und ab und an hat man sogar das Glück Pinguine und Seelöwen zu sehen – ich hatte das Glück leider nicht. Was man in Chile überall zu sehen bekommt sind die vielen, vielen Straßenhunde – überall.

Weiter ging es zum „Mano del Desierto“, durch die unendlichen Weiten der Wüste. Lange nichts, nur Sonne, Sand, Trockenheit und ein paar Autos, Trucks und Busse. Dann plötzlich tauchten zwei Fahrradfahrer auf – in entgegen gesetzter Richtung. Schon Wahnsinn, welchen Strapazen sich manche Leute aussetzen. Auch das könnte ich definitiv – nicht! Nach gut einer Stunder Fahrt erreichten wir dann das Ziel. Die „Mano del Desierto“ wurde in den 90er Jahren errichtet – und was sie zu bedeuten hat, ja, das kann jeder für sich selbst entscheiden. Der Künstler hat sich vermutlich dabei etwas gedacht, jedoch lässt er es jedem Besucher offen, sich selbst sein Bild dazu zu machen. Finde ich eine gute Idee. Es gibt verschiedene Meinungen: Die linke Hand Gottes (die rechte Hand findet man dann in Uruguay)- Die Hand eines Einwohners aus Antofagasta, der die Reisenden begrüßt oder verabschiedet – Die Hand eines Minenarbeiters – uvm. – was denkt ihr? Hinter der Hand haben viele Ihre Namen in Stein niedergelegt. Meinen fand ich dabei auch – zumindest „ana“ – da war das „J“ schnell gelegt. Neben der Hitze ist es in der Wüste Chiles am Nachmittag meist sehr stark windig. Da weiss man oft nicht, wie man sich richtig kleidet. Aber allein schon wegen der Sonneneinstrahlung sollte man sich gut eincremen und evtl. eine leichte Kleidung mit langen Ärmeln bevorzugen.

Dann ging es zurück nach Antofagasta, denn es stand noch eine kleine Stadtführung des historischen Teils auf dem Programm. Zunächst machten wir Halt an den „Ruinas de Huanchaca“. Auch hier gibt es wieder ein Museum und ein Künstler hat „angefangen“ seine Kunst dort zu platzieren. Aber anscheinend wurde das Kunstwerk nicht vollendet. Der Künstler kehrte nach einem anderen Auftrag nicht wieder zurück – kurios. Das Unternehmen „enjoy“ hat das Land drum herum gekauft und ein Hotel an die Küste gesetzt. Ein Teil der Ruinen wird nun für Veranstaltungen des Hotels und deren Kunden genutzt. Aus Alt mach Neu!

Die letzte Station war somit das historische Viertel von Antofagasta – rund um Muelle Historico. Wie ich finde, ist dies der schönste Teil von Antofagasta.
Urige Gebäude, ein Steg der noch auf die alten Zeiten verweist, die alte Bahnstation und letztendlich der Plaza Colon mit der Kathedrale der Stadt. Dieser erinnert allerdings an ein kleines Walt Disney Schlösschen – kräftig in Weiss und Hellblau gestrichen wirkt sie irgendwie etwas unpassend.

Geplant waren für die Tour nun also 5 Stunden – unterwegs waren wir dann aber gut 7 Stunden. Marcello war es aber wichtig, dass es eine persönliche Tour ist und er stellt sich dabei völlig auf den Kunden ein. Hatte viele interessanten Informationen zu den jeweiligen Punkten der Route und man merkte ihm an, dass es ihm wirklich Spaß macht. Also, eine Tour die sich gelohnt hat. 🙂

Am nächsten Mittag ging es dann mit Tur Bus auf nach San Pedro de Atacama. Den Weg zum Bus Terminal bin ich dann mal mit Sack un Pack gelaufen – dann war einem mal bewusst, wie viel Kilo man doch mit sich rum trägt. Und bei den Temperaturen gerät man natürlich schnell ins Schwitzen. Am Terminal angekommen, hatte ich noch gut 15 Minuten Zeit bis zur Abfahrt – eigentlich. Der Bus musste dann noch aufgetankt werden und es dauerte unendlich lange, bis wir endlich einsteigen konnten. Warum? Keine Ahnung! Somit hatte ich Verzug bei der Ankunft in San Pedro und gab am Hostel noch schnell Bescheid. Dann also Füße hoch und die Aussicht „genießen“ – in der Wüste hat man ja nicht wirklich so viel „tolle“ Aussicht. Dann gab es noch einen Snack und ein Getränk für die Fahrt – ich mag mir nicht ausmalen, wie das bei Fahrten bis zu 20 Stunden in so einem Bus auszuhalten ist. Aber die meisten nutzen die langen Fahrten dann über Nacht. Es ging wieder durch Calama – doch dieses Mal gab es ein bisschen mehr zu sehen und auch die netteren Teile der Stadt. Dann ging es raus Richtung San Pedro und dort stand dann plötzlich Jesus auf einem Hügel – die Figuren scheinen in Latein-Amerika sehr wichtig zu sein – denke ich da an Rio oder eben auch Santiago.

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Bis nach San Pedro waren es dann noch gut 90 km. Die Landschaft veränderte ihr Bild. Am Horizont tauchte ein Gebirge auf und immer mehr Grün spickte die karge Landschaft. Jetzt gab es also wieder interessante Aussicht und das musste ich dann gleich mal mit ein paar Fotos festhalten. Nach langer Zeit nur geradeaus ging es dann plötzlich mehr in die Berge – schließlich liegt San Pedro auch auf gut 2400 hm. Dann tauchten plötzlich Vikunjas mitten auf der Fläche auf – was aber normal ist, denn schließlich leben sie in dieser Region. Sie gehören zu der Familie der Lamas. In den Anden findet man viele Art-Verwandte. Dazu zählen u.a. auch die Guanakos. Sie auseinander zu halten ist glaube ich aber nicht so einfach. Vielleicht waren es also auch Guanakos…

San Pedro der Atacama liegt dann hinter dem Valle de la Luna und dem Valle de Marta – beides ganz besondere Gebiete. Eine kleine Oase inmitten der trockensten Wüste der Welt. Die Busse müssen zunächst eine Umgehungsstraße fahren und landen dann im Zentrum. Eingefasst von vielem Grün ist der Ort recht idyllisch. Ich hatte mir allerdings ein Hostel etwas außerhalb gesucht, denn da war Frühstück mit dabei. Bei den meisten Hostels gibt es kein Frühstück, denn meist fahren die Gäste auf eine der vielen Touren und diese starten früh am Morgen. Bei den meisten Touren ist dann auch ein Frühstück und ein Mittagessen inklusive. In San Pedro gibt es unzählig viele Agenturen die alle Touren im Programm haben. Wenn ich nicht noch die Tage in Antofagasta gemacht hätte, dann wäre ich mit Sicherheit bei einer der Touren nach Uyuni in Boliven mit gefahren. Denn dort kommt man zu „der“ Salzwüste. Aber leider lohnte sich das für die Tage nun nicht mehr, denn die meisten Touren dauern 3-4 Tage. Aber das werde ich auf jeden Fall irgendwann noch machen – denn dann bekommt man nochmal eine ganz besondere Landschaft zu sehen. Auch rund um San Pedro gibt es massig viel zu sehen – allerdings benötigt man eben dazu meist auch einen Jeep 4×4 – sonst kommt man in manche Gegenden erst gar nicht. Jetzt muss ich nur noch wen finden, der das auch mal machen möchte. Freiwillige vor!!! 🙂

Der Fußmarsch zum Hostel dauerte dann noch gut 20 Minuten und ich war froh, als ich mein Gepäck endlich von den Schultern lassen konnte. In meinem Zimmer waren dann lustiger Weise wieder mal 2 Deutsche, aus dem schönen Norden! Sie studiert zur Zeit ein Semester in Santiago und ein Freund war auf Besuch da. Beide hatten zuvor die Uyuni tour gemacht und waren sehr begeistert – vom Land, dem Essen und natürlich der Wüste. Ein Grund mehr, dass ich das auf meine To-Do Liste schreiben muss. Ich informierte mich beim Hostel nach Touren, aber die Packete die angeboten wurden kamen für mich nicht in Frage – also am nächsten Tag mal in der Stadt die Agenturen abchecken. In der Nacht kam noch ein weiterer Gast hinzu und er gesellte sich dann am nächsten Tag noch zur Gruppe. Da die Deutschen schon wieder abreisten beschlossen Pablo, so hieß mein Zimmernachbar, und ich, dass wir zusammen ja etwas unternehmen konnten. Wir beide interessierten uns für das Valle de la Luna, Valle de Marta und eine Astronomie-Tour. Also beschlossen wir: Die Valles fahren wir mit dem Mountainbike noch am selben Tag an. Ich hatte noch die Thermen von Puritama auf dem Programm und so buchten wir bei einer der Agentur noch die Astronomie-Tour zusammen und ich die Thermen noch zusätzlich. Plan für die nächsten Tage war gesteckt. Jetzt noch die Mountainbikes mieten und ab auf die Wüstenstraßen. Da es inzwischen Mittag war, ging es zuvor noch auf ein Completo in eins der zahlreichen Cafés. Nach der Mittagssonne dann ab aufs Rad. Das Valle de Marta war schnell nach 10 Minuten erreicht. Für fast jede „Sehenswürdigkeit“ rund um San Pedro muss man Eintritt bezahlen. Meist zwischen $ CLP 3.000 – 10.000, aber auch $ CLP 15.000 muss man bei einigen Attraktionen zahlen. Das geht mit der Zeit natürlich gut ins Geld! Da muss man vorher wissen, was man ausgeben will und kann. Ich habe mich deswegen auch gegen die meisten Touren entschieden, da man da dann neben der Tour noch den Eintritt extra zahlen muss.

Im Valle de Marta war es dann nicht mehr so einfach mit dem Rad zu fahren. Sand und leichte Steigungen erschwerten die Fahrt ungemein. Die Sonne strahlte von einem blauen Himmel und nach wenigen Minuten war ich schweissgebadet. Und man merkt auch die Höhe extrem. Ich fahre ja gern und viel Rad – aber hier kam es einem so vor, als wenn man nur in Zeitlupe vorwärts kommt. Schließlich landeten wir an der Dünen zum Sandboarden – von hier geht es zu Fuß weiter Richtung Mirador – bei der Hitze ganz schön anstrengend. Gut, dass wir ein französisches Pärchen getroffen haben, dass mit einem kleinen Transporter da war, denn die haben mich dann netter Weise ein Stück mitgenommen. Oben angekommen hat man eine tolle Aussicht auf die gesamte Umgebung.

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Pablo wollte gern noch über den den Dünenkamm laufen und ich entschied mich dann am Fuße der Düne auf ihn zu warten. Da standen dann ja auch unsere Fahrräder. Wir wollten noch weiter zum Valle de la Luna fahren – aber inzwischen war es schon später Nachmittag und ich hatte die Befürchtung, dass das knapp werden könnte. Ich nutze die Zeit und unterhielt mich mit den Sandboardern aus Australien. Dann durfte ich auch mal aufs Board – und da ich noch nie wirklich auf einem Snow-/Sandboard gestanden habe, war das mal was Neues. Finde ich mach mich ganz gut auf dem Board, oder?

Schließlich tauchte Pablo auch am Rand der Düne auf und hatte inzwischen schon einen Plan, wie wir rechtzeitig im Valle de la Luna sein können. Er hatte auf dem Weg ein weiteres Pärchen getroffen, die auch noch dorthin fahren wollten, aber mit einem Auto. Somit stellten wir die Räder am Eingang zum Valle de Marta ab und fuhren mit den beiden mit. Optimal – somit war der zweite Teil nicht mehr so Kräfte zehrend. Am Eingang angekommen musste wieder Eintritt gezahlt werden. Erste Station war eine Salzhöhle – nichts für große Leute und Menschen mit Platzangst. Teilweise musste man sogar klettern. In Deutschland dürfte man nicht einfach so da durch gehen – in Chile ist das anders. Danach mit dem Auto weiter Richtung nächstem Aussichtspunkt. Und ja, man fühlt sich echt wie auf dem Mond. Die Landschaft ist hier schon ganz besonders. Zum Sonnenuntergang ging es dann auf die große Düne dieses Tals. Dann fühlt man sich plötzlich ganz klein. Das sind hier eben auch ganz andere Weiten.

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Dann ging es zurück zu den Fahrrädern und in der Dämmerung ging es dann fix wieder zurück ins Dorf. Die Rädern mussten wir bis 21 Uhr wieder abgeben und kamen gerade rechtzeitig am Geschäft an – puh! Bevor es um 22:30 Uhr dann  zur Astronomie-Tour gehen sollte, wollte ich mich gern noch frisch machen und umziehen. Für die Kamera musste dann noch das Stativ mitgenommen werden. Eigentlich wollten wir dann auch noch was Essen – aber die Zeit verflog ziemlich schnell und Pablo orderte sich dann noch schnell ein Gericht, ich konnte mich dann aber nicht entscheiden und hatte vorsichtshalber noch Müsli-Riegel und Chips im Gepäck. Dann wurden im Dorf eingesammelt und es wurden noch weitere Gäste abgeholt – dann hätten sie uns ja auch am Hostel abholen können – naja. Schließlich ging es dann in die Wüste unterhalb von San Pedro. Wir fuhren zu einem Astronom, der Mitten in der Wüste wohnt und dort die Sterne studiert. Draußen in seinem Garten steht ein riesiges Teleskop und von dort aus erklärte er uns was Sterne sind, verschiedene Nebel, wie sie entstehen, wie ein Stern leuchtet, wenn er „stirbt“ und zu welches Jahreszeit an welche Sternenkonstellationen sehen kann. Und natürlich durften wir dann auch jedes Mal ein Blick durch das Teleskop werfen. Das war schon sehr beeindruckend. Dazu gab es Wein, Snacks und heiße Schokolade. Gott sei Dank gab es auch Decken, denn in der Wüste kann es nachts bitterkalt werden. Da fühlt man sich dann auch ein bisschen wie im Winter – tagsüber allerdings so gar nicht. Ich hatte eine Kamera dabei und er gab mir noch Tipps zu den Einstellungen. Allerdings war es dann doch nicht viel anders, als ich es auch schon selbst mache. Aber es spielt noch eine bestimmte „Beleuchtung“ eine Rolle 🙂 Die Milchstraße bekommt man übrigens nur richtig im Winter hier in Chile zu sehen. Schade!

Nach einem sehr langen Tag ging es dann gegen 1 Uhr wieder zurück und todmüde fielen wir dann in unsere Betten.

Am nächsten Tag hatte Pablo nur bis Nachmittags Zeit, da sein Flug abends nach Santiago ging. Somit war die Frage – was machen wir noch? Schließlich hatten wir die Idee die Lagunen in der Salta de Atacama unterhalb von San Pedro zu besuchen. Da wir das aber nicht mit einer Tour machen könnten, organisierte uns die Rezeptionistin des Hostels eine private Fahrt. Zwar auch nicht ganz günstig, aber dann waren wir da eben etwas flexibler und konnten den günstigeren Eintritt zahlen. Denn bis 14 Uhr gilt ein günstigerer als am Nachmittag. Warum? Keine Ahnung 😉

Dann ging es um 11 Uhr los in die Wüste. Gut, dass es ein Geländewagen war – denn die Straßen in der Wüste sind recht holprig und langsam wurde es auch wieder warm. Die Badesachen gleich angezogen, denn in einer der ersten Lagunen kann man sogar „floaten“ – der Salzgehalt ist ähnlich dem im Toten Meer. Also entspannt die Arme und Beine ausstrecken! In der Wüste sollte man auch IMMER die Sonnenbrille dabei haben. Erst recht, wenn man in die Salta fährt, denn durch das Salz ist das Licht und die Reflexion nochmal greller. Aber eine traumhafte Landschaft. Einfach nur sehen uns staunen. Zunächst Lagune Cejar & Piedra:

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Nach gut einer Stunde ging es dann weiter zu den „Ojos de Salta“ – den Augen der Wüste. Auch dort hätte man die Möglichkeit gehabt zu baden, da dort aber keine Duschen zur Verfügung standen, habe ich darauf dann lieber verzichtet.

Dann ging es zuletzt zur Lagune Tebinquiche – ein Traum in Weiss. Leider waren keine Flamingos da. Die hätte man aber Massenhaft an der Lagune Chaxa sehen können. Dies wäre eine weitere Station einer der Touren gewesen. Aber auch ohne Flamingos kann man hier tolle Fotos einer beeindruckenden Landschaft machen. Es wurde aber auch immer heißer und die Zeit war wieder im Flug vergangen. So hatten wir nur gut 30 Minuten Zeit diese Lagune zu bewundern. Hier ein paar Eindrücke:

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Gegen 15 Uhr ging es dann wieder zurück nach San Pedro. Die Landschaft dieser Wüste ist schon besonders. Und ich werde auf jeden Fall nochmal hierher kommen. Denn nur in ein paar Tagen kann man nicht alles sehen, was diese Wüste zu zeigen hat. Und einmal im Jahr erblüht sie richtig. Da sollte man den richtigen Zeitpunkt abpassen. Schließlich bummelten wir noch durch San Pedro und ich musste unbedingt das leckere Eis vor Ort probieren. Zwar kostet das auch ein bisschen was, aber dafür ist es auch richtig lecker! 🙂

Pablo fuhr dann abends mit dem Shuttle zum Flughafen und ich entspannte im Hostel. Kochte mir mal wieder Nudeln mit leckerer Soße und konnte noch meine dreckige Wäsche waschen. Am nächsten Tag muss ich leider das Hostel wechseln, weil im Rey Lagarto Hostel Reparaturarbeiten anstehen. D.h. dann direkt schon mal den Backpack so vorbereiten, dass ich am nächsten Tag nicht großartig packen muss und das Nötigste parat habe. Aber ich möchte mir auch noch die Pukará de Quitor anschauen. Am besten mit dem Mountainbike vom Hostel aus. Da muss ich dann aber früh für aufstehen – denn um 12 Uhr muss ich im Hostel auschecken. Dann vorher noch meine (hoffentlich trockene) Wäsche verstauen…das will gut geplant sein. Aber irgendwie bekomme ich das hin!

 

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