Auszeit – Argentinien/Brasilien und nach Hause – Woche 36

Die Nacht war schneller vergangen als gedacht. Bevor es für mich weiter nach Brasilien ging, wollte ich mir noch gern das Dreiländereck anschauen. Aber erstmal in Ruhe frühstücken, den Backpack soweit fertig packen, damit ich später schnell meine Sachen nehmen und weiterreisen konnte. Einen Geocache konnte ich in der Nähe des Ziels auch noch lokalisieren, somit stand der Plan für den Vormittag. Auf dem Weg zum Dreiländereck streifte ich die Straßen der letzten Nacht und ein paar interessante Wandmalereien, die auf ein Museum über die Geschíchte der Region aufmerksam machten. Generell fanden sich entlang der Strecke wieder schöne Street-Art Bilder. Dann erreichte ich den Aussichtspunkt auf die „Triple Frontera“. Von dort aus konnte man dann also zur Linken Paraguay und zur Rechten Brasilien sehen. Am Dreiländereck mündet der Río Iguazu in den Paraná. Geografisch gehört die Gegend zum Gebiet des subtropischen Regenwalds, ein Teil davon wird in den argentinischen und brasilianischen Nationalparks von Iguazú geschützt.

Street Art
Museum
Aussichtspunkt
Rio Iguazu & Rio Parana
Triple Frontera

Leider hatte ich nicht noch die Zeit nach Paraguay zu fahren. Aber sicherlich gibt es Zukunft dazu die ein oder andere Möglichkeit. Entlang des Flusslaufes setze ich meine Runde fort, der Geocache wollte schließlich auch noch gefunden werden. Dabei gab es weitere Kunst und Denkmäler zu sehen. Der Cache war dann auch nach kurzer Suche schnell gefunden. Einzig ein paar Passanten musste ich abwarten, dann konnte ich in Ruhe loggen. Im Fluss entdeckte ich ein sehr altes Schiff, was für mich den Anschein eines Lost-Places hatte. Inzwischen stiegen die Temperaturen weiter an. Gut, dass ich mit Wasser versorgt war. Dann wurde es aber auch langsam Zeit, wieder zurück zum Hostel zu gehen. Zwar fährt regelmäßig ein Bus rüber, aber da ich an der Grenzen aussteigen muss, um meine Stemple zu bekommen, wollte ich dafür etwas Zeit einplanen, man weiss ja nie!

Vom Busbahnhof in Puerto Iguazú ging es dann also nach Foz do Iguaçu in Brasilien. Schon die Brücke teilten sich beide Länder und man hatte einen schönen Blick auf den Fluss. Ich war gespannt, wie die Grenzkontrolle wohl ablaufen würde. Ich musste dann also aus dem Bus aussteigen und ins Grenzgebäude gehen. Dort warteten weitere Reisende um ihren Stempel zu bekommen. Und dann ging es ganz schnell. Es dauerte nicht mal 5 Minuten und ich hatte die Einreiseerlaubnis für Brasilien. Was ich allerdings nicht bedacht hatte, wie sieht es aktuell mit Gelbfieber aus? Kontrolliert und befragt dazu wurde ich nicht. Es würde sich aber auch nicht für mich lohnen mich vor Ort irgendwo impfen zu lassen, denn die Inkubationszeit braucht 10 Tage und ich hatte gerade mal noch 4 Tage vor mir! Dann kann man nur hoffen, dass man nicht entsprechend gestochen wird. Aber die Region, in die ich nun reise, ebenso Sao Paulo und Umgebung sind eigentlich aktuell kein Gefahrengebiet. Aber wie ist noch gleich mein Motto – No Risk, no Fun! Wobei das in solchen Fällen eigentlich ausgereizt werden sollte. Nun gut, es ist, wie es ist, dann muss ich eben verstärkt aufpassen und mich öfter mit Mückenschutz einsprühen. Bisher hatte ich auch echt Glück – in Argentinien als auch Chile waren die Mücken wenig bis gar nicht vertreten, was natürlich auch an der Saison liegen kann.
Nach der Grenzkontrolle wieder zur Bus-Station und auf den nächsten Bus warten. Wo das Hostel lag, hatte ich mir zwar vorher angeschaut, jetzt musste ich dem Busfahrer irgendwie verständlich machen, wo ich aussteigen wollte. Dies war dann aber schwieriger als gedacht und er machte mir dann verständlich, dass ich vom Busbahnhof aus weiterfahren müsste, bzw. eine entsprechende Verbindung finden würde. Scheint also nicht so zu sein, dass man einfach an der Straße irgendwo aussteigen kann?! Am Busbahnhof angekommen, verstand ich nur Bahnhof. Ich dachte eigentlich, dass ich mit meinem Spanisch irgendwie weiter kommen würde – leider Fehlanzeige. Also, den Punkt in Google-Maps ansteuern und dann laufe ich halt. Wird schon nicht so weit sein. Ja, von wegen und die Hitze tat ihr Übriges dazu. Mit meinem Backpack wurde der Weg dann gefühlt doppelt so lang. So langsam bekam ich dann auch wieder Hunger und schließlich entdeckte ich ein McDonald’s. Wenn es gar nicht mehr geht, dann eben McDonald’s. Da kann man dann auch nichts verkehrt machen. Schnell das Wifi genutzt und nach einer Pause war ich wieder gestärkt, um den Rest der Strecke zu laufen. Das hatte ich mir echt einfacher vorgestellt und als ich endlich angekommen war, war ich froh, schnell das Bett zu beziehen und ab in die Badekleidung. Für heute hatte ich genug!

Mittwoch, 11. April 2018

Am Tag zuvor und auch abends hatte ich noch Kontakte im Hostel geknüpft. Ein Brasilianer gab noch Tipps, was man sich in Brasilien noch ansehen sollte und wo es evtl. lohnenswert war für ein paar Tage zu entspannen, bevor es für mich schon wieder nach Hause geht. Dann hatte ich noch eine Engländerin getroffen, die ebenfalls noch zur brasilianischen Seite der Wasserfälle wollte und so planten wir zusammen zu starten. An der Rezeption erfragte ich noch, wie wir am schnellsten dahin gelangen würden und per Bus machten wir uns auf den Weg. Ich hatte vorher mich schon den Park auf der brasilianischen Seite informiert und wusste, dass es eher ein kürzerer Aufenthalt sein würde, denn anstatt selbst zu laufen, wurde man mit Bussen vom Eingang dann zum Panorama Track gebracht. Am Eingang angekommen, musste man sich sein Ticket dann am Automaten selbst ziehen oder hatte eine Kasse zur Verfügung. Wir wählten die Kasse und waren erstaunt, dass es auf der brasilianischen Seite auch noch teurer war, denn als Ausländer zahlt man doppelt so viel, wie die Brasilianer! Zusätzlich muss man dann den Transfer bezahlen und noch eine Schutzgebühr für den Park. Die Brasilianer wissen also, wie man es macht. Umgerechnet für uns Europäer noch zu verschmerzen, aber schon eine Frechheit. Danach musste man sich, ähnlich wie am Flughafen zum Boarding begeben, sich in eine Schlange stellen und warten, bis nach und nach alle in den Bussen eingestiegen waren. Da nicht allzu viel los war, ging es relativ flott. Ich will nicht wissen, wie lange es wohl dauert, wenn hier einige Touri-Busse in der Hauptsaison anlanden. Während der Fahrt erhielt man per Tonspur ein paar wichtige Informationen zum Park und Schutz der Natur. Wenn man noch eine Bootstour gebucht hatte, musste man an einem Stopp unterwegs aussteigen, ansonsten konnte man erst an dem Punkt aussteigen, an dem man dann auch wieder den Bus Richtung Ausgang nehmen musste. Sicherlich so besser für die Natur, aber ich würde es schöner finden, wenn man diese Seite genauso entdecken kann, wie in Argentinien.

Die Busfahrt war kurz und dann ging es auf den angelegten Weg. Schon am ersten Aussichtspunkt begrüßten uns wieder die Nasenbären. Aber strickte Anweisung vom Park die Tiere nicht zu füttern, was aber sicherlich schon einige Touristen getan hatten, sonst wären sie nicht so zutraulich. Der erste Blick auf einen Teil der Wasserfälle ist auch den Medien gut bekannt. Auch in jeder Reisebroschüre findet man anscheinend nur die Bilder von dieser Seite, dabei ist, laut meiner Meinung, die argentinische Seite um einiges schöner und es gibt mehr zu entdecken. Aber natürlich hatte ich auch hier meine Kamera dabei und machte ein paar Erinnerungsbilder. Das Highlight war dann die Plattform, von der aus man Richtung „Garganta del Diablo“ schauen kann. Schon ein besonderes Naturschauspiel. Nachdem wir uns genügend Zeit für ein paar Momente genommen hatten, ging es mit dem Bus wieder zum Ausgang.

Da wir nach dem Besuch noch Zeit hatten entschieden wir uns noch in den nahe gelegenen Vogelpark zu gehen. Da ich ja leider nicht viel Zeit im Regenwald oder ähnlichem Gebiet verbracht habe, hatte ich hier nochmal die Möglichkeit die Vögel der Region live sehen zu können. Sicherlich ein anderes Erlebnis, als wenn man sie in freier Natur sieht, aber immerhin waren sie doch in ihrer gewohnten Umgebung und der Tierpark dient auch zum Schutz einiger Arten. Somit konnte ich einige Tukane von der Nähe sehen, die tollen riesigen Aras und auch das ein oder andere mir noch unbekannte Tier. Schon hier wusste ich, Brasilien wird mich nicht das letzte Mal gesehen haben. Die Natur und Tiervielfalt in diesem Land faszinierend und es gibt sicherlich einiges mehr zu entdecken.

Wieder zurück am Hostel musste ich mich um meine Weiterreise kümmern. Ebenso genoss ich nochmal den Pool, denn die Temperaturen waren über den Tag natürlich wieder gestiegen. Nach der Abkühlung hieß es also wieder Flüge und Busse prüfen, wo komme ich am schnellsten und günstig hin. Würde es sich lohnen ein näheres Ziel an der Küste anzusteuern und dann mit einem Flug nach Sao Paulo gelangen oder per Bus direkt nach Sao Paulo und von dort an die Küste fahren? Da war wieder das Problem, ich muss mich für etwas entscheiden und weiss vorher nicht, was mit besser gefallen wird. Aber ich muss die Entscheidung treffen, denn die wenigen Tage reichen nicht für mehrere Optionen aus. Nach langem hin und her überlegen, Skyscanner durchsuchen, Busverbindungen austüfteln, bin ich dann zu dem Entschluss gekommen, dass es entspannter sein würde, wenn ich zunächst den weiten Weg nach Sao Paulo mit dem Bus hinter mich bringen würde und dann von dort noch auf die Insel „Ihlabella“ fahre. ein besonders schönes Fleckchen Erde nur gut 2 Stunden entfernt von Sao Paulo.
Den Abend verbrachte ich dann mit Kochen im Hostel und ein Schwätzchen mit anderen Reisenden – da erfährt man meist die besten Geschichten und bekommt noch den einen oder anderen Tipp. In Sao Paulo war dann der Plan, dass ich mich mit Kaio treffe, einen Brasilianer, den ich während meiner Zeit in Frankfurt kennengelernt hatte. Er war wieder zurück in Brasilien und arbeitet in Sao Paulo. Also natürlich DIE Gelegenheit, um sich mal wieder zu sehen. Er sagte mir, bis wann er ungefähr arbeiten würde und ich sollte mich melden, wenn in Sao Paulo angekommen bin. So weit, so gut!

Donnerstag, 12. April 2018

Vom Hostel hatten sie mir empfohlen das Busticket vor Ort am Terminal zu bezahlen, das wäre die sicherere Variante. Am Terminal angekommen, erstmal den Anbieter gesucht und dann versucht mit meinem Spanisch irgendwie voran zu kommen. Ich war echt verwundert, dass die Brasilianer angeblich kein Spanisch verstehen, dabei sind sie hier ja Argentinien so nah. Doch dann klappte es und ich hatte meinen Sitz nach Sao Paulo sicher. Für längere Strecken empfiehlt es sich im übrigen Executivo zu nehmen, denn die sitze lassen sich sehr weit zurück und ausfahren, sodass man eine angenehmere Position einnehmen und auch schlafen kann. man bekommt Decke und Kissen dazu und eigentlich jeder Bus ist mit Wifi und Toiletten ausgestattet. Zwar werden auf den längeren Strecken auch mehrere Pausen eingelegt, aber das kann man für sich selbst ja nicht immer so planen. Ich würde aber auch empfehlen, dass man für längere Strecken Nachtfahrten wählt, zwar sieht man dann nicht allzu viel von der Landschaft, aber man spart sich dadurch eine Nacht, was von Vorteil ist, wenn man nicht allzu viel Zeit auf der Reise hat.

Am späten Nachmittag erreichten wir Tiete, den Fern-Busbahnhof von Sao Paulo. Da die Reise mich doch mehr geschlaucht hatte, als gedacht, war ich noch nicht ganz bei der Sache. Schnell die Sachen gepackt und raus, um meinen Backpack entgegen zu nehmen. Dann schnellst möglich die Verbindung in die Stadt finden und dringen Bargeld brauchte ich auch. Aber die meisten Automaten wollten Gebühren haben, was eigentlich mit meiner Visa Karte (ING DiBa) auch ohne gehen sollte. Also erstmal schauen, wie ich in die Stadt komme und Kaio musste ich auch noch Bescheid geben. Verdammt, das hätte ich wohl im Bus schon machen sollen. Es gab zwar Wifi am Bahnhof, aber anscheinend muss man sich dafür registrieren und das geht auch nur mit gültiger brasilianischer C Nummer? Wie bitte? Jeder Versuch sich irgendwo anzumelden, scheiterte. Na ganz großes Kino. Warum hatte ich nicht schon vorher mit Kaio alles geklärt, auch, wo ich genau hinkommen sollte. Natürlich funktionierte meine SIM Karte auch nicht in Brasilien – wieder mal nicht zu Ende gedacht. Aber nach so einer langen Reisezeit kann einem das wohl auch mal passieren. Also ab zur Information und raus finden, wie ich zum Altstadt-Teil komme und wo ich vielleicht ein Subway, McDonald’s oder ähnliches finden kann, damit ich irgendwie an Wifi komme! Die Zeit lief natürlich schön weiter und an der Infromation wollte man mich natürlich wieder NICHT verstehen. Weder Spanisch, noch English -vielleicht hätte ich es mal mit Deutsch versuchen sollen?! Schließlich nannten sie mir eine Haltestelle und als ich von dieser dann ausstieg, musste ich mich entscheiden – links oder rechts rum? Der Stadtplan, den ich mitgenommen hatte, gab mir eine Idee, wo ich langlaufen musste und Google-Maps half mir nur bedingt weiter. Ich traf die Entscheidung nach rechts zu gehen, denn ich hatte nur wenig Zeit und musste dringend Wifi ausfindig machen. Je weiter ich lief umso mehr wurde mir klar, entweder bin ich hier falsch oder ich habe mal wieder die Entfernung falsch eingeschätzt. Geld hatte ich inzwischen schon ziehen können, aber mit Bus oder ähnlichem wäre ich vermutlich auch wieder nur falsch gefahren. Irgendwann, nachdem ich schon fast aufgegeben hatte, hatte ich plötzlich an einem Platz kostenloses Wifi und ich musste mich für nichts registrieren. Aber die Dunkelheit brach schon herein und mir war klar, Kaio war sicherlich nicht mehr in der Stadt, denn er wohnt außerhalb und das war nicht mal eben um die Ecke. Sehr schade, wir hatten uns also verpasst. Noch kurz geschrieben und er empfahl mir ebenfalls, auf die Insel zu fahren, obwohl er selbst wohl noch nicht da gewesen ist. Viele Einwohner aus Sao Paulo fahren am Wochenende meist an die Küste, um dem Stadt-Trouble zu entfliehen. Mich hat die Größe der Stadt auch total überfordert und schön ist die Stadt auch nicht, auch wenn es schöne Plätze und Parks geben soll. Ich war aber nach den paar Stunden zu Fuß so gar nicht von der Stadt angetan und entschied gleich am nächsten Morgen weiter zur Insel zu fahren. Ein Hostel hatte ich mir vorher für eine Nacht gebucht gehabt und mit dem nächsten Taxi entschied ich dann mich dorthin bringen zu lassen, meine Beine waren müde und mein Geist geschafft. Das Mama Brasil ist ein süßes kleines Hostel, was mit Liebe gestaltet und mir Herz geführt wird. Sogar Deutsch wird hier gesprochen, da die Besitzerin eine Deutsche ist. Na, Glück im Unglück nenne ich das. Für das Abendessen ging ich in ein nahe gelegenes Bistro und dann unterhielt ich mich noch mit einem weiteren Gast, der lustiger Weise selbst ein Boot an der Ilhabela hat und mir einen Kontakt für eine Bootsour mitgeben konnte. Also doch alles Schicksal? Ich ließ mich überraschen – wird schon alles gut werden!

Freitag, 13. April 2018

Damit ich die Zeit auf der Insel noch nutzen konnte, ging es für mich recht früh Richtung Busbahnhof. Wenn ich am Tag zuvor gewusst hätte, wie einfach man zum Hostel kommt – ich wäre nicht stundenlang umher geirrt, aber lassen wir das. Das Frühstück vorab war eine reine Wohltat. Alles frisch und lecker, die Früchte der Wahnsinn und der Kaffee brachte Leben zurück in meinen Körper und Geist. Dann machte ich mich auf zur Bahnstation, die nur am Ende der Straße lag – also, quasi ums Eck. Jetzt sah ich Sao Paulo also mal bei Tageslicht und schon nach kurzer Zeit wusste ich, diese Stadt war wieder viel zu groß und mächtig für mich, also lieber schnell weiter und ab auf die Insel.

Frisch und lecker
Anlässlich der WM in Brasilien wurde diese Wand gestaltet
So sieht Paulo eigentlich nur aus
Hochhäuser so weit man schaut


Am Busbahnhof angekommen suchte ich mir den Anbieter, der zum Hafen an die Küste fährt, von wo man dann mit der Fähre übersetzen kann. Erstmal nur das Hinfahrt-Ticket, man weiss ja nie. Da der Busbahnhof schon eher außerhalb der Innenstadt liegt, geht es recht schnell auf den Highway Richtung Küste. Aber der Verkehr in und um eine Millionenstadt wie Sao Paulo entspricht definitiv dem gesamten Verkehr bei uns im Ruhrpott. Da fühlte man sich doch gleich ein wenig „zu Hause“ ^^
Nach gut 2 Stunden fahrt entlang einer schönen Landschaft erreichten wir den Hafen von São Sebastião, von dort fährt regelmäßig eine Fähre zur Insel und wieder zurück. Ich hatte wieder Bekanntschaft auf meiner Reise gemacht und somit war ich nicht ganz alleine auf meinem weiteren Weg. Allerdings hatte sie in einem anderen Hostel ein Zimmer gebucht. Wir schauten noch nach den Rückfahrtmöglichkeiten und informierten uns, mit welchem Bus wir fahren mussten – um dann kurz darauf festzustellen, es gibt nur ein Bus, der in diese Richtung fährt. Ok, das vereinfacht es etwas. Wir verabredeten uns dann für den Abend, aber erstmal musste ich mein Hostel finden und einchecken und ich musste noch eine Tour finden, die ich am nächsten Tag machen wollte. Eigentlich hatte ich ja auch schon einen Kontakt, aber da der eher unter der Hand war auch nicht so recht wollte, schaute ich mich nach Alternativen um. Vom Hostel aus gab es auch Touren und eine weckte mein Interesse. Mit dem Jeep auf die andere Seite der Insel, dort Aufenthalt am Strand und mit dem Boot wieder zurück – das wäre für die Kürze meines Aufenthalts eine gute Möglichkeit um möglichst viel von der Insel zu sehen. Doch es hatte viel geregnet in der letzten Zeit und es war nicht sicher, dass die Tour durchgeführt werden kann.
Da musste ich also auch auf Rückmeldung warten. Gut, dann also erstmal raus an die Umgebung etwas erkunden, denn zum Hostel und meiner Verabredung konnte ich entlang der Strände laufen. Schöner, als wieder in den Bus zu steigen und Zeit hatte ich noch. Auch wenn die Sandmücken nun allgegenwärtig waren, jeder Schritt brachte die Freude zurück. Denn ich wusste, dass ich noch 1 1/2 schöne Tage hier verbringe, bevor es wieder nach Hause geht.

Ich erreichte das Hostel und meine Verabredung (verdammt, den Namen habe ich tatsächlich schon vergessen) wartete auf der Terrasse auf mich. Das Hostel war in fest direkter Lage zum Strand, aber ich muss sagen, der Strand in der Nähe zu meinem Hostel war dann doch schöner. Aber das Plus zu ihrem Hostel war, dass es dort SUP und Kajaks zur freien Verfügung gab, was auch der Grund für unser Treffen war. Also, ab an die Boote und hinein ins Wasser. Leider dämmerte es inzwischen schon, sodass die Tour nicht allzu lange und weit gehen konnte. Ganz in der Nähe gab es eine Bar mit Live-Musik, wir paddelten in die Nähe und lauschten der Musik eine Weile. sie würde noch ein paar Tage bleiben und sich noch mehr auf der Insel anschauen, bevor es für sie auch weiter ging. Sie war ebenfalls in ihrer Auszeit unterwegs, ebenfalls alleine. So konnten wir uns darüber und unsere Erfahrungen nochmal austauschen. Eine solche Reise verändert einen dann doch ein wenig, aber sie bestärkt einen auch; Tue das, was du willst und was dir gut tut!
Wieder zurück am Hostel versuchte ich nochmal in Erfahrung zu bringen, ob es schon Neuigkeiten bezgl. der Tour geben würde. Aber bisher gab es dazu noch keine weitere Information, also würde ich es erst am nächsten Morgen wissen.
Den Abend ließ ich dann entspannt in der Mall unweit des Hostels ausklingen. Es wurde Live-Musik gespielt und ich gönnte mir ein leckeres Eis. Dabei ließ ich nochmal die letzten Monate Revue passieren. Was ich alles gesehen, erlebt habe, wen ich alles getroffen hatte, was für Geschichten mir erzählt wurden. In diesem Moment war ich einfach nur dankbar dafür, aber ich wusste auch, bald würde es dann wieder ins „alte“ Leben zurück gehen. Wie würde das werden? Auch wenn ich insgesamt 9 Monate Auszeit genommen hatte, war ich „nur“ 5 Monate davon am Stück gereist. Von der Planung her war ich auf Nummer sicher gegangen und hätte wahrscheinlich mehr daraus machen können, hätte ich nicht die 3 Monate in Chile auf der Hacienda verbracht. Aber…hätte hätte, Fahrradkette – es war trotzdem eine Zeit, die ich nie vergessen werde und es werden bestimmt weitere folgen.

Samstag, 14. April 2018

Früh ging es für mich aus den Federn, in einem 10-Bett Zimmer schläft es sich eben nicht sooo gut. Geduscht hatte ich den Abend zuvor schon, wobei das in diesem Badezimmer echt eine Zumutung war. Zwar hatten wir ein eigenes Bad an unserem Zimmer, aber bei so vielen Leuten kann man sich leicht denken, wie es dort ausgesehen hat – wie machen die das bitte zu Hause? Erstmal frühstücken und einen Kaffee trinken, dann schauen, ob die Tour statt finden wird. Zu meinem Glück hatte sich noch eine Gruppe Brasilianerinnen ebenfalls für die Tour interessiert und gemeinsam verhalfen wir uns anscheinend gegenseitig zum Glück, denn die Tour konnte statt finden. Für mich dann aber mit dem Plus, dass es per Boot wieder zurück ging. Ich war gespannt und freute mich auf einen weiteren schönen Tag. Der Strand „Praia de Castelhano“, den wir als Ziel hatten, wird auch „Heartbeach“ genannt. Warum? Dazu später mehr.

*yeah* – wir werden fahren!

Wir wurden dann vom Hostel per Jeep abgeholt und los ging die wilde Fahrt. Ab durch den Regenwald der Insel. Unser erster Stopp führte uns zu einem kleinen Wasserfall mit Becken zum Schwimmen. Das Wetter lud allerdings zunächst noch nicht zu Baden ein und da für diesen Stopp wohl auch nicht viel Zeit eingeplant war, reichte es nur für eine kleine Fotosession. Dann ging es weiter, hinein in den Regenwald. Durch den Regen war die Straße bzw. der Fahrtweg ziemlich beschädigt worden. Aber unserer Stimmung tat das nichts ab. Brasilianer haben eben immer gute Laune und so gleich die Fahrt eher einer Party-Tour. Entlang der Route wurden dann die Ausmaße der letzten Regenfälle deutlich sichtbar. Die Arbeiten an den Hängen waren bereits im volle Gange. Denn die Straße musste gestützt werden, damit sich nicht noch weitere Teile verabschieden. Die Regenfälle der letzten Jahre hatten anscheinend nach und nach dafür gesorgt, dass die Erde abgerutscht war und teilweise auch die Wege unpassierbar gemacht hatte. Deswegen mussten wir dann auch beim nächsten Stopp zunächst aussteigen und ein Stück laufen, da ein Teil der Straße nicht mehr befahrbar war und in einen anderer Wagen auf der anderen Seite einsteigen, der uns dann zu unserem Ziel brachte. Auf unserem Weg kam wir dann an einem Aussichtspunkt vorbei, von dem man eine tolle Aussicht auf die andere Seite der Insel und die Buchten hatte. Der Himmel war gut bewölkt und auch für die nächsten Tage war wohl Regen angesagt. Hoffentlich erschwert das meine Rückreise nicht?! Ich hatte mir zur Sicherheit ein Ticket für eine frühe Fähre gebucht, sodass ich noch Puffer hinten raus hatte und Zeit genug, um zum Flughafen zu gelangen.
Dann ging die Fahrt schnell wieder weiter, denn (natürlich) waren wir nicht die einzige Tour die unterwegs war, also blieb wieder nicht viel Zeit. Am Wegesrand kamen immer wieder kleine Wasserfälle die Berge herunter und an einem von diesen stoppten wir dann. Ein Bambusrohr war so platziert, dass man das Wasser z.B. abfüllen oder auch direkt trinken kann und eine alte brasilianische „Weisheit“ besagt, dass es einem die ewige Jugend schenkt, wenn man es mit den Rücken auf den Händen direkt trinkt. Alles klar, das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen, also – gesagt, getan! Und ich muss sagen, ich habe direkt gespürt, wie neue Energie durch meinen Körper floss ;). Vielleicht ist das ja auch der Grund, warum so viele Brasilianer positiv durch ihr Leben gehen?!

Schließlich erreichten wir das Ende der fahrbaren Strecke der Tour, aber dort ging es zu Fuß für uns weiter. Das Wasser stand auch hier unterhalb der Brücke so hoch, dass sich inzwischen schon andere fest gefahren hatten, man sollte es eben nicht versuchen. Aber Hilfe war zur Stelle. Dann ging es also weiter zur Bucht, vorbei an einem interessanten Campingplatz, mit einer interessanten Sammlung an Nummernschildern aus Brasilien. Da aber aktuell Nebensaison war, schien es entweder geschlossen zu sein, oder es war eben niemand dort zu Gast. Nur ein paar Schritte weiter erreichten wir dann die paradiesische Bucht. Zumindest stelle ich mir das so vor. Langer Strand, viele Palmen, vorgelagerte Felsen, ein paar Bötchen und Fischerboote und fast menschenleer!
Um eine besonderen Blick auf die Bucht zu bekommen, musste man nun noch einen kleinen Aufstieg finden und bewältigen. Wir wussten zunächst nur, dass wir bis zum rechten Ende laufen mussten und dann würde es irgendwo am Rande einen Hinweis dazu geben. Treffpunkt war dann für alle wieder am Restaurant am Ausgangspunkt der Bucht. Gemeinsam machten wir uns dann auf die Suche und genossen den schönen Strandspaziergang. Das Wetter meinte es auch gut mit uns und sogar die Sonne zeigte sich zwischen den Wolken. Nach etwa 10 Minuten erreichten wir das Ende der Bucht und entdeckten dann zwischen den Pflanzen ein Schild „Trilha Mirante do Coração“ – ok, dahinter müssen wir dann also rein? Zunächst ging es mittendurch die Vegetation des Waldes, bis wir dann auf aus Lehm und Holz angelegten Stufen trafen. Von hier hieß es dann nur noch hinauf. Und da wir zuvor durch das Wasser mussten, um zum Zugang zu gelangen, waren wir dann barfuß unterwegs. Nicht ganz so angenehm, aber man hat doch guten Halt, auch ohne Schuhwerk. Schließlich erreichten wir den Aussichtspunkt und dann erklärte sich auch direkt der beiläufige Name der Bucht.

Es blieb noch etwas Zeit für einen Strandspaziergang bevor es dann mit dem Boot aufs Wasser ging. Doch wie schon vorher angekündigt, sollte der Regen nicht lange auf sich warten lassen. Dunkle Wolken traten über die nahe liegenden Hügel und innerhalb von ein paar Minuten zog eine Regenwand auf und wenn es in Brasilien regnet, dann so richtig!
Dann sollte man sich schnell in Deckung bringen, denn in kürzester Zeit ist man klatschnass. Da ich zuvor bereits im Wasser gewesen bin, war dies dann eigentlich auch egal, aber meine restlichen Sachen sollten nicht auch noch nass werden, also rettete ich mich kurzer Hand ins Restaurant. Dort traf ich dann auch wieder auf die Mädels, die beisammen beim Mittagessen saßen und mir einen Platz am Tisch anboten. Wie in Brasilien und Südamerika üblich, wurde ich gleich eingeladen, denn zu Essen hatten sie reichlich bestellt. Irgendwann wurde der Regen dann weniger und Zeit für die Weiterfahrt mit dem Boot. Mit ein paar anderen Personen ging es mit einem kleinen Boot vom Strand zu einem größeren Motorboot, was in der Bucht ankerte. Die Route führte uns um den nördlichen Teil der Insel, wir machten zwei weitere Stopps in Buchten, durften nochmal schwimmen und dann ging es auf schneller Fahrt weiter Richtung Hafen. Plötzlich entdeckten wir ein paar Delfine die in der Nähe des Bootes auftauchten und stellten fest, dass es wohl ein Schule sein müsste, denn viele kleine Delfine und ein paar größere tauchten immer wieder auf. Zwar hatte ich auf Teneriffa schon das Glück eine kleinen Schwarm erleben zu dürfen, aber hier schien es sich um eine große Gruppe von Müttern mit ihren Babys zu handeln. Noch ein besonderes Erlebnis und das an meinem letzten Tag vor Ort.

Bevor wir dann den Hafen erreichten begann es nochmal richtig zu regnen, jetzt blieb auch mir keine Chance mehr. Aber es war nicht mehr weit und Gott sei Dank warm genug. Völlig durchnässt erreichten wir dann die Anlegestelle. Auf der Fahrt hatte ich noch Bekanntschaft mit einer Brasilianerin gemacht, die ein Apartment auf der Ihlabella hat und regelmäßig die Insel besucht, Sie selbst kommt aus Atibaia und sucht so oft es geht die Insel auf, um den Trouble am Festland zu entfliehen. Ich musste noch mein Hostel wechseln, da im Hostel nur für eine Nacht ein Bett frei gewesen war. Das andere Hostel lag aber nicht allzu weit entfernt. Aber eine Dusche brauchte ich dringend und meine Sachen musste ich auch noch zum Trocknen aufhängen. Wir tauschten unseren Nummern aus und verabredeten uns grob für ein gemeinsames Abendessen – mein letztes Abendessen in Brasilien für die nächste Zeit. Schon ein komisches Gefühl, zu wissen, dass es nun wirklich zu Ende geht, aber irgendwie war ich auch froh, dass es mal „nach Hause“ geht. So eine Reise kann einen ganz schön schlauchen. Ich bemerkte das vor allen Dingen bei meiner Figur. So viel, wie bei dieser Reise hatte ich wohl noch nie abgenommen. Aber das bestätigt nur mein Gefühl – ich muss unterwegs sein, in Bewegung, neue Dinge erleben und auf Reisen die Welt kennen lernen. Wahrscheinlich ist die Welt wirklich mein zu Hause, was sich gar nicht wirklich auf einen Ort festschreiben lässt. Aber, sag niemals nie! 🙂

Netterweise brachte sie mich auf den Weg zu ihrem Apartment noch am Hostel vorbei.
Es lag eigentlich nicht weit entfernt, aber es war sehr gut versteckt, sodass wir es erstmal nicht finden konnten, zwischen Verkaufsläden und Wohnhäusern am Rand des Ortes. schließlich entdeckte ich die Klingel an einem riesigen Hoftor – wirklich nicht so eindeutig. Dann also erstmal eingecheckt und frisch gemacht, dann bemerkte ich, dass ich ihre Nummer nur auf einem Zettel notiert hatte und den wohl in ihrem Auto vergessen hatte, aber Gott sei Dank hatte sie meine Nummer gespeichert und meldete sich schließlich, da der Regen nicht nachlassen wollte, war ich froh, dass sie mich wieder abholte und gemeinsam ging es wieder ins Zentrum. Wir verbrachten einen netten Abend zusammen, mit leckerem Essen, guten Gesprächen – mein Glück, sie konnte Englisch, da musste ich mich dann nicht mit meinem „Behilfs-Spanisch“ abmühen. Als Betthupferl gab es noch leckere Churros – welche man hier in verschiedensten Varianten bekommt und meist mit Toppings bestellt, die den Kalorienzähler für den Tag sicherlich nach oben treiben. Da es für mich am nächsten Morgen dann aber früh aus den Federn ging, damit ich die frühe Fähre bekomme, wurde der Abend nicht allzu lang. Nachdem mein Backpack dann gepackt war, hatte ich zunächst Schwierigkeiten in den Schlaf zu kommen.

Sonntag, 15.04.2018

Der Wecker klingelte gefühlt viel zu schnell. Meine Badesachen waren leider noch nicht wirklich trocken, aber auf der Reise hatten sich ein paar Plastiktüten angesammelt (es gibt davon auch einfach zu viele, denn alles wird hier in Plastiktüten verstaut!), sodass ich meine nassen Sachen separat verpacken konnte. Leider war kein Sandwich für mich parat gelegt worden, wie ich es angefragt hatte, aber gut, ein paar Cracker und Riegel hatte ich noch dabei. Die müssen dann erstmal herhalten. Aber einen Kaffee muss ich definitiv irgendwo auftreiben. Auch dieser Tag begrüßte mich mit Regen und die Gefahr bestand, wenn es zu viel regnete und es zu stürmisch wird, kann es sein, dass die Fähre nicht fährt. Aber zu meinem Glück fuhr die Fähre und ich hatte genug Luft nach hinten, um noch in Ruhe einen Kaffee am bereits offenen mobilen Kiosk zu trinken. Der Regen ließ allerdings so gar nicht nach und ich war froh, als ich schließlich im Inneren vom Bus saß und ihn erst sogar ganz für mich alleine hatte. Die Strecke führte entlang der Küste Richtung Sao Paulo, mit mehreren Stopps an denen auch weitere Fahrgäste schließlich in den Bus stiegen. Das war es also jetzt? Morgen würde ich wieder in Deutschland sein. Mein Untermieter war bereits schon aus der Wohnung ausgezogen. Er hatte ja bereits angefragt, ob er eher aus dem Mietverhältnis austreten kann, aber wir hatten einen Zeitraum vereinbart, da musste er leider in den sauren Apfel beißen. Somit würde ich also schon direkt in meine Wohnung zurück kehren. Noch alles etwas weit entfernt in diesem Moment, aber in gut 20 Stunden wäre ich dann wieder zu Hause.

Auf dem Weg zum Flughafen wurde es dann zur Stadt Sao Paulo wieder richtig voll und das an einem Sonntag! Wahrscheinlich fahren alle Wochenend-Urlauber gerade wieder zurück in die Stadt – und der Bus mittendrin. Gut, dass ich genug Zeit eingeplant hatte, so machte ich mir darüber keinen weiteren Kopf. Aber Stau scheint hier, ähnlich wie bei uns, an der Tagesordnung zu stehen. Schließlich erreichten wir den Flughafen und natürlich musste ich ans andere Ende des Flughafens, um dort das Gepäck abzugeben. Mit dem Shuttle ging es dann zur Abflughalle, doch mein ich konnte mein Gepäck noch nicht abgeben. Zudem hatte ich noch Geld umzutauschen – denn nachdem ich in Südamerika schon einige Länder gesehen hatte und dort natürlich Geld benötigte, hatte ich mit der Umrechnung so meine Probleme – und in Brasilien hatte ich viel zu viel abgeholt. Und da ich zuvor kein Exchange Büro gefunden hatte, musste ich das wohl oder übel Flughafen machen. Nur leider ist das so gar nicht der richtige Weg! Dann lieber das Geld mitnehmen und ggf. in Deutschland umtauschen, am Flughafen bekommt man eindeutig den schlechtesten Kurs! So habe ich einiges an Geld „liegen“ lassen, das war dann wohl mein Abschiedsgeschenk aus Brasilien.

Notiz an mich selbst: Vorher recherchieren, wie die Währung zum Euro steht, wie viel Geld man wirklich benötigt und sich nicht verunsichern lassen! 

Das restliche Kleingeld, was natürlich beim Umtausch nicht angenommen wird, habe ich dann noch in ein paar Leckereien investiert und dann konnte ich meinen Backpack auch endlich aufgeben. Ab durch die Sicherheitskontrolle und die restliche Zeit zwischen den Gates mit Bummeln und Entspannen verbracht. Schließlich stand noch ein langer Flug bevor und ich wusste, mein Platz war in der MITTE, zwischen anderen Passagieren und da ich kein besonders guter Schläfer im Flugzeug bin, wird das sicherlich eine Tortour für mich werden.

Dann hieß es endlich „Boarding“ – und hinein in den großen Flieger. Leider wieder kein Dream-Liner – aber Platz hat man bei LATAM meist auch in der Economy-Class.
Zudem ist das Personal sehr nett, das Entertainment Angebot an Board ist sehr vielfältig, so bekommt man die lange Flugzeit schließlich doch gut um. Aber für meinen Rücken war die lange Sitzerei schon eine Qual. Man traut sich dann ja auch nicht immer wieder zu fragen, ob man mal kurz aufstehen dürfte und ich war eigentlich auch einfach nur „durch“. Nach gut 10 Stunden Flug erreichten wir dann den Frankfurter Flughafen. Das Aussteigen ging relativ fix und auch am Gepäckband musste ich nicht lange warten, davon kann sich Düsseldorf echt mal eine Scheibe abschneiden! Schnell zum Fernbahnhof und ein Anruf nach Hause, denn irgendwer sollte mich ja zumindest vom HBF in Essen abholen. Zeimal klingelte es, dann hatte ich Papa hatte am Telefon, natürlich würde er mich vom Bahnhof abholen, aber ich könnte ja eigentlich auch mit der U-Bahn fahren – ja, danke Papa!
Wie habe ich das vermisst. Dann stieg ich in den nächsten Zug nach Essen.
Ab nach Hause!
Home sweet Home!

Frankfurt Flughafen
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